Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus
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November 2016


Wir, das autonome Kollektiv: Offene Deutschkurse,

sind ein Zusammenschluss von Aktivist_innen, die offene und kostenlose Deutschkurse im Wiener Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus anbieten - ohne Anmeldung, ohne Warteliste, ohne Bedingungen. Der Wunsch nach einem Raum zum gemeinsamen Lernen und Austauschen bringt die Menschen in unsere Kurse – aber auch die Tatsache, dass es zu wenige Möglichkeiten gibt, kostenlos Deutsch zu lernen. Insbesondere von September 2015 bis Mitte 2016 waren unsere Kurse so überfüllt, dass Räume, Sitzplätze, Zeit und Energie immer wieder an Grenzen stießen.

Die Solidarität und das Engagement der Mitarbeiterinnen des Amerlinghauses und die Infrastruktur des Hauses sind unverzichtbar für unsere Arbeit – und das Amerlinghaus als niederschwelliges, kosumfreies Kulturzentrum, als sozialer und politischer Raum, als Ort des Austausches und Lernens ist unverzichtbar für diese Stadt und unser Zusammenleben.

Bereits in vorangegangenen Jahren wurde durch Personalabbau des Amerlinghauses die Kapazität auf ein „Mindestmaß“ reduziert und das hat nun vehemente negative Folgen, weil gleichzeitig die Nutzer_innen- Anzahl und die Nutzungsfrequenz gegenu¨ber damals enorm zugenommen hat.
Unsere Deutschkurse sind hier als ein Beispiel zu nennen: Wir bieten derzeit vier offene Kurstermine pro Woche im Kulturzentrum Amerlinghaus an. Zu Beginn des Jahres 2016 mussten wir mit bis zu 80 Teilnehmer_innen pro Kurstermin rechnen. Unser Kollektiv gehört damit zu den Hausgruppen im Kulturzentrum, die die Räumlichkeiten in jeder Hinsicht sehr intensiv nutzen. Da wir selbst nur zu Kurszeiten im Kulturzentrum anwesend und für unsere Teilnehmer_innen vor Ort ansprechbar sind, ist die Unterstützung und das Engagement der Mitarbeiter_innen des Amerlinghauses unverzichtbar für unser Kollektiv. Viele Anrufe im Büro des Kulturzentrums und ebenso viele persönliche Nachfragen betreffen unsere Kurse. Wir schätzen den Einsatz der Mitarbeiter_innen des Amerlinghauses sehr und sehen ihre Arbeit als zentral für den Betrieb des gesamten Kulturzentrums.

Wir brauchen das Amerlinghaus und jede_n Mitarbeiter_in, die dort arbeitet für unser Projekt. Die Offenen Deutschkurse drücken hiermit ihre Solidarität mit dem Amerlinghaus aus und fordern die finanzielle Unterstützung für dessen Fortbestand!


 

Solidaritätserklärung des WUK-Vereins

Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus soll bleiben!

WUK Werkstätten- und Kulturhaus Wien ersucht hiermit die Stadt Wien um eine existenzsichernde Unterstützung für das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus.

Dem Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus, das bereits seit über 40 Jahren eine nicht mehr wegzudenkende niederschwellige Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen, Menschen unterschiedlicher Herkunft, für KünstlerInnen und Kulturschaffende, für sich im Präkariat Wiederfindende ist, sollen nun wichtige Fördergelder entzogen werden.

Seit Jahren haben Institutionen wie das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus mit Subventionskürzungen zu kämpfen. Bereits 97% aller bestehenden Fördergelder fließen in Miete und Personal, damit ist ein Bestehen auf weitere Spenden und ehrenamtliche MitarbeiterInnen angewiesen. Ohne die nötigen staatlichen Subventionen kann keine unterstützende kulturpolitische Arbeit mehr geleistet werden. Die über 70 Gruppen, die SeniorInnenbetreuung betreiben, Deutschkurse abhalten, gemeinsames Musizieren fördern, sich Bildung, Kunst und Literatur widmen oder juristische Beratung gewährleisten, müssen dann ihre Arbeit aufgeben. Ein Ort, der offen agiert, seine Räume unkommerziell für soziale und kulturelle Partizipation, solidarische Projekte und kritische Auseinandersetzungen zur Verfügung stellt, müsste seine Tore schließen.

Gerade durch die inhaltliche Nähe und aufgrund der ähnlichen kulturpolitischen Zielsetzungen ist es den Verantwortlichen im WUK wichtig sich dezidiert gegen eine Kürzung der Subventionen und für das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus auszusprechen. In Zeiten wie diesen, in denen Zusammenhalt und Solidarisierung immer wichtiger werden, in denen immer mehr Menschen in prekären Verhältnissen leben und Unterstützung benötigen, braucht es ein gesundes Netz an Institutionen und den innerhalb dieser Institutionen agierenden Menschen, um Halt und Zugehörigkeit zu fördern und einen Ort für künstlerischen Ausdruck, kulturellen Austausch und individuelle Freiheit anzubieten.


GAV Grazer Autorinnen Autoren Versammlung

Die Generalversammlung der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung ersucht die kulturpolitisch Verantwortlichen der Stadt Wien, das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus wie zugesagt in existenzsicherndem Maße zu unterstützen
Da dieses nicht nur für Kunstinteressierte und Kunstschaffende, sondern in prekären Verhältnissen lebenden Senior_innen, Österreicher_innen, Migrant_innen, sowie internationale Künstler_innen eine bedeutende Anlaufstelle und niederschwellige Andockstelle am kulturellen Leben der Stadt darstellt.

Da durch stetig steigende Kosten, bei seit Jahren nicht inflationsangepasster, sogar gekürzter Subvention die Zahl der Angestellten bereits auf vier (Eine Reinigungskraft, eine Betreuerin des Aktiven Zentrums für Senior_innen und zwei Büro- Hausorganisations- und Administrationskräften) zusammengeschmolzen ist, bedeuted die Forderung nach weiteren Einsparungen, die Organisation der Hausnutzung durch an die 70 Gruppen, die Senior_innenbetreuung, die Abhaltung von Deutschkursen, und die Nutzung durch zahlreiche exterme Gruppen aus Musik, Literatur, bildender Kunst, Bildung und Kultur gänzlich einzustellen.

Da 97% der bestehenden Subvention an die Miete und das mindestnotwendige Personal gebunden sind, besteht im Betrieb, der ohne Spenden und ehrenamtliche Zuarbeit gar nicht mögliche wäre, nicht das geringste Einsparungspotential.

Da eine unkommerzielle Raumnutzung und eine niederschwelliger Zugang für alle in der Stadt lebenden Menschen, nicht nur zum Selbstverständnis des Amerlinghauses gehören, sondern ganz insbesonderes in sozial härter werdenden Zeiten eine sozialpolitische Notwendigkeit darstellen, ersucht die Generalversammlung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, als größte österreichweite Autor_innenvereinigung, die unterbliebenen Anpassungen der Subvention an die Inflation vorzunehmen um das Amerlinghaus in seiner sozial-kulturellen Verfasstheit zu erhalten.

Diese Resolution wurde anlässlich der Generalversammlung der GAV in Wien am 22. Oktober 2016 einstimmig beschlossen.
(25.10.2016)


Das fröhliche Wohnzimmer

Wir möchten mit diesem Schreiben unserer Sorge um das Kulturzentrums Amerlinghaus Ausdruck geben.
Nach unseren Informationen fördert die Stadt Wien das Kulturzentrum jährlich mit 245.000.- Euro, was für eine korrekte Abdeckung der Grundkosten (Personal-, Miet- und Energiekosten) nicht reichen KANN.

Das Haus wird von so vielen Gruppen für so viele wichtige Bereiche genützt, persönlich möchten wir hervorheben, dass dort seit Jahren Literaturveranstaltungen u.a. der Grazer Autorinnen Autorenversammlung stattfinden.
Auch die Ausstellungen der Künstlerinnengruppe InTakt, die demnächst immerhin ihr 40 jähriges Jubiläum feiert, möchten wir besonders hervorheben, haben doch bei Vernissagen mit Friederike Mayröcker und Marie-Thérèse Kerschbaumer nicht nur bekannte Autorinnen gelesen, sondern es wurde auch eine Kommunikationsebene Text - Bild geschaffen, die den Malerinnen und Autorinnen, ob bekannt oder unbekannt, weiterhin zur Verfügung stehen soll.

Nicht zuletzt möchten wir die kompetente Arbeit der Mitarbeiter_innen des Hauses hervorheben.

Wir freuen uns, wenn sich die Stadt Wien zum Kulturzentrum im Amerlinghaus bekennt und dieses als Ort der Vernetzung schätzt.
Es ist wirklich ein ganz besonderer Ort, der seine besondere Qualität aus der Vielfalt der dort stattfindenden Aktvitäten bezieht!

Es ist aber in diesem Zusammenhang von allergrößter Wichtigkeit, dass dem Verein Kulturzentrum Amerlinghaus jene Fördermittel zur Verfügung gestellt werden, die diesem Ort auch die Chance geben, den Betrieb zu gestalten und nicht nur Jahr um Jahr die gesamte Energie und Kapazität einsetzen zu müssen, um „eine drohende Beendigung“ des Kulturzentrums abzuwenden.

Nachdem in Kürze über die Förderungshöhe für das Kulturzentrum im Amerlinghaus fürs nächste Jahr oder darüber hinaus entschieden wird, ersuchen wir Sie, dieses unser Anliegen zu unterstützen.
Die Subvention des Kulturzentrums Amerlinghaus muss die Deckung der Grundkosten ermöglichen und dabei die Teuerungsraten und Arbeitskostenveränderungen der vergangenen Jahre berücksichtigen.

Bitte informieren Sie uns über alle Handlungen, die diese Angelegenheit betreffen.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen, mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen

Ilse Kilic, Schriftstellerin
Fritz Widhalm, Schriftsteller
Edition Das Fröhliche Wohnzimmer


Kurt Winterstein

Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!
Sehr geehrte Frau Mag. Bauer-Sebek!

Mein Name ist Kurt Winterstein. Ich war bei der Besetzung des Amerlinghauses dabei und bin seit 4 Jahren Mitglied des Vorstandes des Vereins dieses Kulturzentrums, das für mich einen unverzichtbaren Bestandteil des Wiener Kulturlebens darstellt.

Wie Sie ja wissen, wurde die Förderung des Amerlinghauses seit 2004 nicht nur nicht wertangepasst, sondern sogar nominell gekürzt, was uns gezwungen hat, Personal abzubauen. Eine weitere Personalkürzung würde die Arbeit der über 50 Gruppen, die im Amerlinghaus einen niederschwelligen Zugang für ihre (kultur)politische Arbeit gefunden haben, extrem gefährden.

Mir ist klar, dass in diesen Zeiten des erstarkenden Neoliberalismus die Fördermittel knapp werden, aber genau wegen dieser Zeiten kann die Bedeutung solcher Zentren, wie das Amerlinghaus eines darstellt nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Dem Amerlinghaus wurden die Grundkosten zugesichert. Aber wenn die Subvention nicht einmal für Miete, Betriebs- und Personalkosten reicht, wie definieren sich da die Grundkosten?

Um Ihnen noch einmal die Bedeutung des Amerlinghauses nahezubringen, erlaube ich mir, Ihnen zwei "Kunstwerke" im Anhang zu schicken, die bei der Besetzung dieses Hauses entstanden sind.

mit freundlichen Grüßen

Kurt Winterstein


kollektivtheater

Für uns als engagierte Bürgerinnen dieser Stadt ist das Amerlinghaus auch ein Ort für nicht kommerzielle kulturelle Aktivitäten wichtig! Als Hausgruppe können wir hier unsere Laientheaterstücke entwickeln, proben und auch aufführen. Ohne dem Amerlinghaus (Anmietung eines Raumes zusätzlich zu unserem Engagement) wäre das nur schwer möglich. Praktisch allen Gruppen des Hauses geht es da ähnlich. Somit trägt die Unterdeckung der Subvention direkt zur Verringerung der kulturellen Vielfalt der Stadt Wien bei.


Judith Leitner

U.a. als regelmäßige Besucherin von Veranstaltungen im Amerlinghaus und Mitwirkende einer Gruppe unterstütze ich den Aufruf für eine angemessene Förderung durch die Stadt. Wien hat sowieso viel zu wenige solcher Orte, in denen emanzipatorische und selbstorganisierte Projekte, kritische Basiskulturarbeit, Bildungsarbeit, antirassistische, kulturpolitische Initiativen usw. stattfinden können. Kaum ein Haus oder eine Institution wird so intensiv genützt wie das Amerlinghaus. Es wäre für viele Menschen und Aktivitäten extrem bedauerlich, wenn es nicht mehr oder nur noch sehr prekär weiterexistieren kann.


Verein KAMA - Kurse von Asylsuchenden, MigrantInnen & Asylberechtigten

Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!
Sehr geehrte Frau Mag. Bauer-Sebek!

Im Namen des Vereins KAMA Wien wende ich mich erneut an Sie, um unsere Solidarität mit dem Amerlinghaus auszudrücken. KAMA organisiert Kurse, die von Asylsuchenden, Migrant_innen und Asylberechtigten geleitet werden. In Sprach-, Koch-, Musik-, Tanz- und weiteren Kursen geben sie, je nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten, ihr Wissen weiter. Die Kurse sind kostenlos zugänglich und alle sind willkommen.
So entstehen durch KAMA Orte des Lernens, der Begegnung und des Austauschs.

Wir dürfen seit Jahren im Amerlinghaus Kurse abhalten und können uns kaum einen Ort vorstellen, der für unser Angebot besser geeignet wäre.
Zudem sind wir wie viele andere wichtige Initiativen darauf angewiesen, dass uns kostenlos Räume zur Verfügung gestellt werden.
Derzeit können wir im Amerlinghaus zwei Spanischkurse, zwei Französischkurse und einen lateinamerikanischen Lektüre- und Konversationsabend anbieten.

Wenn von der MA 13 angeführt wird, dass die Stadt Wien das Kulturzentrum jährlich mit 245.000.- Euro fördert, so war bereits 2014 abzusehen, dass diese Summe für eine korrekte Abdeckung der Grundkosten (Personal-, Miet- und Energiekosten) nicht reichen würde.
In den Folgejahren 2015 und 2016 verschlechterte sich die Lage, weil bei gleicher Förderungshöhe, die Lohn- und Gehaltskosten- Erhöhungen (rein auf kollektivvertraglicher oder gesetzlicher Basis) sowie Preissteigerungen nicht mehr gedeckt werden können. Je mehr Jahre diese Förderung konstant bleibt, desto „verstärkter“ wirkt sich diese Unterdeckung auf das Ergebnis aus.

Bereits in vorangegangenen Jahren wurde durch Personalabbau die Kapazität auf ein „Mindestmaß“ reduziert und das hat nun vehemente negative Folgen, weil gleichzeitig die Nutzer_innen- Anzahl und die Nutzungsfrequenz gegenüber damals enorm zugenommen hat. Der Stress der Mitarbeiter_innen hat schon länger die zumutbare Grenze überschritten.

Wir freuen uns, dass sich die Stadt Wien zum Kulturzentrum im Amerlinghaus bekennt und dieses als Ort der Vernetzung schätzt. Doch das setzt auch voraus, dass dem Verein Kulturzentrum Spittelberg jene Fördermittel zur Verfügung gestellt werden, die diesem auch die Chance geben, den Betrieb zu gestalten und nicht nur Jahr um Jahr die gesamte Energie und Kapazität einsetzen zu müssen, um „eine drohenden Beendigung“ des Kulturzentrums abzuwenden.

Nachdem in Kürze über die Förderungshöhe für das Kulturzentrum im Amerlinghaus fürs nächste Jahr, oder darüber hinaus entschieden wird, ersuchen wir Sie unsere Anliegen und die aufgezeigten Probleme zu berücksichtigen und sich dafür einzusetzen, dass ein geordneter Betrieb ermöglicht wird und dass eine korrekte Förderungshöhe zur Deckung der Grundkosten ermittelt und bereitgestellt wird, welche die Teuerungsraten und Arbeitskostenveränderungen der vergangenen Jahre seit der letzten Festlegung berücksichtigt, die unerfreuliche Personalsituation beseitigen kann und einer jährlichen Anpassung unterzogen wird.


 

Mag. Michaela Molnar

Sandra Bakutz

Sonnenzeit

 


Vorerst bedanken wir uns bei Frau Mag. Bauer-Sebek für das Antwortschreiben der MA 13 - 883030/2015.
Leider wurden mit diesem Schreiben unsere Sorgen über die unerfreuliche finanzielle Situation des Kulturzentrums Amerlinghaus nicht gemildert. Wenn angeführt wird, dass die Stadt Wien das Kulturzentrum jährlich mit 245.000.- Euro fördert, so war bereits 2014 abzusehen, dass diese Summe für eine korrekte Abdeckung der Grundkosten (Personal-, Miet- und Energiekosten) nicht reichen würde.
Wie wir bereits mit unserem letzten Appell zum Ausdruck brachten, verschlechterte sich natürlich in den Folgejahren 2015 und 2016 die Lage, weil bei gleicher Förderungshöhe, die Lohn- und Gehaltskosten- Erhöhungen (rein auf kollektivvertraglicher oder gesetzlicher Basis) sowie Preissteigerungen nicht mehr gedeckt werden können. Je mehr Jahre diese Förderung konstant bleibt, desto „verstärkter“ wirkt sich diese Unterdeckung auf das Ergebnis aus.

Bereits in vorangegangenen Jahren wurde durch Personalabbau die Kapazität auf ein „Mindestmaß“ reduziert und das hat nun vehemente negative Folgen, weil gleichzeitig die Nutzer_innen- Anzahl und die Nutzungsfrequenz gegenüber damals enorm zugenommen hat.
Die Leistungen der Mitarbeiter_innen sind besonders hervorzuheben und zu bewundern, aber deren Stress hat schon länger die zumutbare Grenze überschritten, und wir können und dürfen hier nicht weiter zusehen, denn solche Situationen sind die Basis für Burnouts.
Die seitens der MA 13 erwähnte Förderung für den Verein „Vereinigung für Frauenintegration Amerlinghaus“ fließt ausschließlich diesem Verein zu, der zwar ein Hausverein ist, aber in seiner Tätigkeit unabhängig vom Kulturzentrum agiert. Es ist dabei anzumerken, dass dort 9 Angestellte und zwei Honorarkräfte beschäftigt sind, weshalb die Subvention zu 90% die Personalkosten und 10% Sachkosten aufgewendet wird.

Wir freuen uns, dass sich die Stadt Wien zum Kulturzentrum im Amerlinghaus bekennt und dieses als Ort der Vernetzung schätzt. Doch das setzt auch voraus, dass dem Verein Kulturzentrum Spittelberg jene Fördermittel zur Verfügung gestellt werden, die diesem auch die Chance geben, den Betrieb zu gestalten und nicht nur Jahr um Jahr die gesamte Energie und Kapazität einsetzen zu müssen, um „eine drohenden Beendigung“ des Kulturzentrums abzuwenden.
Nachdem in Kürze über die Förderungshöhe für das Kulturzentrum im Amerlinghaus fürs nächste Jahr, oder darüber hinaus entschieden wird, so bitten (ersuchen) wir Sie unsere Anliegen und die aufgezeigten Probleme zu berücksichtigen und sich dafür einzusetzen, dass ein geordneter Betrieb ermöglicht wird und dass eine korrekte Förderungshöhe zur Deckung der Grundkosten ermittelt und bereitgestellt wird, welche die Teuerungsraten und Arbeitskostenveränderungen der vergangenen Jahre seit der letzten Festlegung berücksichtigt, die unerfreuliche Personalsituation beseitigen kann und einer jährlichen Anpassung unterzogen wird.

Bitte informieren Sie uns über alle Handlungen, die diese Angelegenheit betreffen.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen,
mit freundlichen Grüßen


Juli 2016


Aufbruch

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl! Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou! Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wien aus dem Dornröschenschlaf zu reißen - dies ist in Erinnerung vieler Menschen eng mit dem Aufstieg des Spittelbergviertels verbunden. Und das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus hatte und hat hier eine Vorreiterrolle gespielt. Ist es nicht Aufgabe der Stadtverwaltung, eine "Institution", die engagierten Menschen den Platz bietet, ihre kulturelle und auch so wichtige soziale wie politische Arbeit zu tun, von sich aus tatkräftig zu unterstützen?

Werbung "Wien ist anders" müsste doch bedeuten, dass das Amerlinghaus aktiv von der Stadt gefördert wird, dass die wenige Zeit nicht für das finanzielle Überleben "vertan" werden muss.

Auch wir von Aufbruch sind eng mit dem Amerlinghaus verbunden, wir befinden uns in guter Gesellschaft von 70 Initiativen mit einer Nutzer_innen-Frequenz von 60.000 Menschen im Jahr. In Wien gibt es wenig Orte, wo sich unsere mehr als 25 Gruppen ohne Konsumzwang treffen können. Wo sonst als im Amerlinghaus sollte eine Bewegung entstehen können, die gemeinsame, solidarische Antworten auf die vielen Missstände und Krisen zu finden sucht? Wo sonst sollte der Kampf für soziale Sicherheit und eine neue Art des Wirtschaftens entstehen und sich vernetzen können? Wo sonst sollten wir für mehr Solidarität und mehr Freiheit - der Freiheit von Angst, Unterdrückung und Ausbeutung aktiv werden können?

Eine längerfristige Planung der finanziellen Unterstützung für das Amerlinghaus und zwar in ausreichender Höhe, als Fixposten im Wiener Budget ist doch die Grundvoraussetzung für die Arbeit dieses Kulturzentrums. Nur dann kann es weiterhin - auch für unsere Kinder und Kindeskinder das bieten, was es heute gerade noch unter den Bedingungen der Selbstausbeutung der Verantwortlichen Amerlinghaus auf die Beine stellt: Ein Ort des engagierten Lebens von unten, des Zusammentreffens unterschiedlichster Menschen ohne Grenzen von Nationen und Sprachen, von Alter und Abstammung, von Religion und Geschlecht - ein offener Ort, ein echter Freiraum.

Mit Ihrer aktiven Unterstützung rechnen die Aktivist_innen von Aufbruch!
so wie bisher kann es nicht weitergehen! www.aufbruch.or.at

Zwangsräumungen verhindern!

Herr Bürgermeister Häupl! Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou! Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir die Gruppe Zwangsräumungen verhindern, setzen uns dafür ein, dass Leute in ihren Wohnungen bleiben können. Wie Sie wissen werden in Wien jährlich um die 2.500 Haushalte delogiert, davon rund 1.000 aus Gemeindebauten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Mieten zu hoch sind.
Daher sind wir für radikale Mietensenkungen, auch für's Amerlinghaus!

Das Amerlinghaus ist nicht nur für uns ein wichtiger Ort sondern ein zentraler Treffpunkt für verschiedenste Gruppen die sich für eine solidarische Gesellschaft mit unterschiedlichen Mitteln einsetzen: mit Worten, Bildern, Theater, Musik, Diskussionsveranstaltungen etc. etc.
Wir nehmen an, dass Sie dies auch alles wissen und kritisieren stark, dass Sie trotzdem diesen wichtigen Ort durch massive Personalkürzungen zur Schließung zwingen wollen.
Wir fordern, dass die Subventionen erhöht und die Mietzahlung an die Gesiba reduziert werden.
Außerdem sollte es in jedem Bezirk mindestens ein Kulturzentrum geben, die so finanziell abgesichert sind, wie es die jeweiligen Benützer_innen brauchen.
Nicht weniger Kulturzentren sondern mehr!

Und Sie wissen auch: Dass gegenwärtig nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr tragen.
Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.

Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 die Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als von der Gemeinde an Förderung gegeben wird.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.
Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.
Und nochmal sagen wir: mehr Kulturzentren statt weniger!!!
Zwangsräumungen verhindern! Wien, 23.6.2016



Initiative Mietenwahnsinn stoppen!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl! Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou! Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.

Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.

Nach Jahren ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile rund 10.000,- €, mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Das Unternehmen befindet sich zu fast 100 Prozent in Besitz der Stadt Wien, und trotzdem zeigt die GESIBA keinerlei Einlenken in dieser für das Kulturzentrum existenziellen Frage.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar.
Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich hinweg täglich geleistet wird! Diese Arbeit wird durch die fehlende Finanzierung verunmöglicht!

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird. Nur so kann Planungssicherheit und damit die Konzentration aller Beteiligten auf die eigentliche inhaltliche Arbeit des Zentrums gewährleistet werden!

Wien als Stadt gehört allen ihren Bürger_innen, dafür braucht es weiterhin das Kulturzentrum Amerlinghaus!

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Initiative Mietenwahnsinn stoppen!


Women*s Solidarity Getting Practical

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Das feministische Bündnis Women*s Solidarity Getting Practical zeigt praktische Solidarität mit geflüchteten Frauen*: Wir unterstützen geflüchtete Frauen ganz konkret, in Abgrenzung von karitativer Hilfe, ihren paternalistischen Strukturen und ihrer Komplizinnenschaft mit staatlichen Grenzregimen. Wir wollen mit geflüchteten und papierlosen Frauen gemeinsam politisch handeln und fordern die Anerkennung von Frauen*fluchtgründen ein. Wir wollen selbstverwaltete Begegnungsräume für geflüchtete Frauen schaffen. Einen Redebeitrag über die schwierigen Bedingungen, denen Frauen* in Heimen über einen oft langen Zeitraum hinweg ausgesetzt sind, finden Sie anbei.

Das Amerlinghaus ist für uns nicht nur Treffpunkt. Wir brauchen selbstverwaltete und selbstbestimmte Räume und Häuser in der Stadt, in denen emanzipatorischen Politiken umgesetzt werden und in denen queer/feministisches und solidarisches Handeln möglich ist.

Wir erklären uns solidarisch mit dem Kultur- und Kommunikationszentrum im Amerlinghaus und unterstützen die Forderungen der Betreiber_innen und des Info-, Koordinations- und Projektbüros:

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren. Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.

Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird. Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen, Women*s Solidarity


Walter Kissling,
Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien
Abt. Schule, Bildung, Gesellschaft

Sehr geehrte Frau Stadtrat, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

der Bestand des urbanen "Klassikers" Amerlinghaus sollte gesichert sein. So wie meine Generation dort viele Anregungen bekommen hat, soll das auch für nachfolgende Generationen möglich sein. Abdrehen oder Aushungern dieser kritischen selbstverwalteten Einrichtung soll man einer nicht rot-grünen Stadtregierung überlassen, anders herum wäre es peinlich.

Im Sinne der Ideale unserer Jugendzeit,
mit freundlichen Grüßen,
Walter Kissling


Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen (ÖLGR/F)

Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Die österreichische Lagergemeinschaft und FreundInnen konnte im Rahmen der 60 Jahresfeier 2007 eine der Veranstaltungen mit dem Besuch einer Ausstellung von Ceija Stoijka verbinden und auch im Amerlinghaus feiern. Damals waren etliche unserer internationalen Freundinnen, Überlebende des KZ Ravensbrueck, anwesend und von der schönen und herzlichen Atmosphäre im Amerlinghaus begeistert.

Wir wenden uns nun mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.
Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als der Verein von der Gemeinde an Förderung erhält.

Das Kulturzentrum im Amerlinghaus als Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir unterstützen die Forderung nach Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Wien, am 15. 6. 2016

Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen (ÖLGR/F) www.ravensbrueck.at


Arbeiter*innenstandpunkt

Protestbrief für das Amerlinghaus

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren. Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.
Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind. Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten. Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.
Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.
Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen. Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.


Karin Gayer, Autorin

Ich möchte mich untenstehendem offenen Brief anschließen und ein paar persönliche Worte an Sie richten, da ich das Kulturzentrum im Amerlinghaus als niederschwelligen, weltoffenen, sozialen und künstlerischen Anliegen verpflichteten Ort der Begegnung erlebe. Als einen Ort, an dem ich mich selbst bereits des Öfteren einbringen konnte, an Lesungen teilgenommen bzw. diese organisiert habe, immer in hervorragender Zusammenarbeit mit Lisa Grösel und Claudia Totschnig vom Info-, Koordinations- und Projektbüro. Die schrittweise Aushungerung des Kulturzentrums muss verhindert werden, damit die (noch verbliebenen) Mitarbeiterinnen weiterhin ihrer wertvollen Arbeit nachgehen können. Und damit kritischen und emanzipatorischen Veranstaltungen/Projekten/Initiativen, die ein Miteinander in den Fokus stellen, weiterhin Raum gegebenen wird. Ein Ort wie das Kulturzentrum im Amerlinghaus, der Vielfalt vor Einfalt stellt, der muss einfach bleiben!

Mit freundlichen Grüßen
Karin Gayer, Autorin


Young Struggle

Das Amerlinghaus ist für uns eine Basis für politische Aktivitäten. Es ist sozusagen der Ort, an den wir immer zurückkommen können und von dem alles ausgeht. Wir fühlen uns hier immer willkommen und würden es auch als eine Art Zuhause bezeichnen. In Wien gibt es keinen vergleichbaren Ort, an dem eine derartige Bandbreite von Initiativen auf so kleinem Raum gut miteinander auskommt. Durch die immanente Offenheit können verschiedene Meinungen nebeneinander existieren und es gibt genug Raum, diese auch zu diskutieren.
Es ist einer jener wenigen Räume, die durch die Konsumfreiheit den Druck aus dem gemeinschaftlichen Leben nehmen und so die Möglichkeit bietet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Ein Ende des Amerlinghauses würde auch einen massiven Rückschlag für all jene bedeuten, die jenseits des Mainstreams für alternative, gemeinschaftliche und fortschrittliche Utopien und für deren Realisierung kämpfen.
Das Engagement der Mitarbeiter*innen ist großartig und unkompliziert, auf Anliegen wird immer schnell reagiert und nach Lösungen gesucht. Und diese werden auch gefunden.


Vereinigung für Frauenintegration

Wir unterstützen die Forderung des Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus ! Ein Brief an die Zuständigen:
#amerlinghausbleibt #istnoetig

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Seit knapp 20 Jahren sitzt die Vereinigung für Frauenintegration im Amerlinghaus und stellt jedes Jahr hunderten Migrantinnen gratis Deutschunterricht mit Kinderbetreuung zur Verfügung. Zudem unterstützen wir als offene Beratungsstelle Frauen in bildungsspezifischen oder sozialen Anliegen. Wir sind wie viele andere Gruppen, Initiativen und Vereine auf das Amerlinghaus angewiesen, da wir, wie die meisten Vereine, mit den eigenen sehr knapp bemessenen Förderungen eine normale Miete innerhalb Wiens nicht bewältigen könnten. Das heißt auch, in einem anderen, kommerziell verwalteten Raum in Wien, wäre unsere Arbeit in dem Ausmaß undenkbar und unleistbar. Jahr für Jahr leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Stadt, indem wir Frauen beim Zugang ins Alltagsleben Wiens, sowie auch zum Arbeitsmarkt unterstützen.
Eine der wesentlichen Grundlagen hierfür ist das Haus selbst!

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie, etc. in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind. Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren und sich für den Erhalt dieses Raumes auszusprechen.

Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Vereinigung für Frauenintegration


Verein DA - Verein zur Flüchtlingshilfe und Integrationsförderung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Der Verein DA (www.verein-da.at) ist in der Flüchtlingshilfe aktiv tätig. Unter anderem halten wir auch Deutsch-Kurse ab und können dafür Räumlichkeiten im Kulturzentrum Amerlinghaus in 1170 Wien nutzen. Das ist umso wertvoller, als es sonst kaum leistbare Räumlichkeiten gibt. Darüber hinaus bietet das Amerlinghaus den TeilnehmerInnen viele weitere Kontanktmöglichkeiten.
Wie wir gehört haben, befindet sich das Amerlinghaus wegen zu geringer Förderung in akuten finanziellen Schwierigkeiten. Der Betrag, um den es dabei geht, ist vergleichsweise gering. Wir appellieren dringend an Sie, den weiteren Betrieb des Amerlinghauses zu ermöglichen. Die Schliessung des Amerlinghauses wäre nicht nur für uns - wie für viele andere - ein großer Verlust, sondern es ginge auch ein Stück Wiener Stadtgeschichte verloren.

Mit freundlichen Grüßen
Vorstand des Vereins DA


Automones Kollektiv Offene Deutschkurse
im Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir, das autonome Kollektiv: Offene Deutschkurse, sind ein Zusammenschluss von Aktivist_innen, die seit Jahren offene und kostenlose Deutschkurse im Wiener Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus anbieten - ohne Anmeldung, ohne Warteliste, ohne Bedingungen. Der Wunsch nach einem Raum zum gemeinsamen Lernen und Austauschen bringt die Menschen in unsere Kurse – aber auch die Tatsache, dass es derzeit viel zu wenige Möglichkeiten gibt, kostenlos Deutsch zu lernen. Insbesondere seit September 2015 sind unsere Kurse so überfüllt, dass Räume, Sitzplätze, Zeit und Energie immer wieder an Grenzen stoßen. Caritas, Rotes Kreuz, diverse Notunterkünfte und sogar das AMS verweisen Menschen zu uns. Als selbstorganisiertes Kollektiv könnten wir diese Herausforderung ohne das Amerlinghaus nicht bewältigen.
Wir nutzen zu Kurszeiten sämtliche freien Räume des Kulturzentrums, um die teilweise bis zu 70 oder 80 Teilnehmer_innen pro Kurstermin (!) in Lerngruppen aufzuteilen.
Wir kopieren stapelweise Lernmaterialien im Büro des Kulturzentrums.
Wir nutzen Räume des Kulturzentrum für unsere Besprechungen, Treffen und Workshops.
Wir laden die Kursteilnehmer_innen an Sonntagnachmittagen immer wieder zu offenen Sprachcafés ins Amerlinghaus ein.
Wir informieren die Teilnehmer_innen über weitere Aktionen und Angebote im Haus, an denen sie kostenlos teilnehmen, Kontakte knüpfen und Menschen kennenlernen können.
Die Solidarität und das Engagement der Mitarbeiterinnen des Amerlinghauses und die Infrastruktur des Hauses sind unverzichtbar für unsere Arbeit – und das Amerlinghaus als niederschwelliges, konsumfreies Kulturzentrum, als sozialer und politischer Raum, als Ort des Austausches und Lernens ist unverzichtbar für diese Stadt und unser Zusammenleben.
Wir schließen uns daher nachdrücklich der bereits an Sie gerichteten dringenden Bitte an, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.
Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.
Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten- Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.
Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.
Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.
Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss.
Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.
Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.
Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.
Darüber hinaus fordern wir Sie auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass das Angebot an kostenlosen Deutschkursen und Lernräumen erweitert wird. Es braucht noch viel mehr Räume wie das Amerlinghaus - und diese müssen finanziell abgesichert sein! Es kann nicht sein, dass diese Verantwortung von Freiwilligen und selbstorganisierten Kollektiven getragen wird und gleichzeitig immer wieder genau die Orte, die uns Raum und Unterstützung bieten, von Kürzungen betroffen sind!
Im Namen des Kollektivs und aller Kursteilnehmer_innen fordern wir:
Das Amerlinghaus muss bleiben und endlich eine ausreichende Förderung zugesichert bekommen!

Mit freundlichen Grüßen,
das autonome Kollektiv offene Deutschkurse


KAMA Wien - Kurse von Asylsuchenden, MigrantInnen & Asylberechtigten

Das wunderbare Kultur- & Kommunikationszentrum Amerlinghaus, in dem KAMA seit Jahren Kurse abhalten darf, kämpft derzeit um sein Fortbestehen.
#amerlinghausbleibt #istnoetig

KAMA kämpft mit.
Alle Interessierten finden hier eine Protestmail, die wir soeben verschickt haben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir wenden uns an Sie, um unsere Solidarität mit dem Kulturzentrum im Amerlinghaus zu bekunden und die Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung zu unterstützen. Wir staunen darüber, wie es dem Kulturzentrum seit Jahren gelingt unter prekären Bedingungen hervorragende Arbeit zu leisten. Auch wenn das Amerlinghaus in den letzten Jahren viele Krisen gemeistert hat, zittern wir angesichts der aktuellen Finanzierungslücke und der drohenden Personaleinsparungen um sein Fortbestehen.
Da die Grundkosten-Subvention für das Amerlinghaus seit Jahren nicht angepasst wurde und die Kosten für Löhne, Miete und Energie die Förderung um mittlerweile rund 10.000 Euro überschreiten, ist das Kulturzentrum aktuell von einem existenzgefährdenden Personalabbau bedroht.
Wir organisieren als KAMA Wien Kurse, die von Asylsuchenden, Migrant_innen und Asylberechtigten geleitet werden. Ob Tanzen, Musizieren, Sprachen lernen oder gemeinsam Kochen: In den Kursen geben sie, je nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten, ihr Wissen weiter. KAMA-Kurse sind kostenlos zugänglich und alle sind willkommen. So entstehen durch unsere Arbeit Orte des Lernens, der Begegnung und des Austauschs.
Für unsere Aktivitäten können wir uns kaum einen besseren Partner vorstellen als das Amerlinghaus, das wir auch als einen solchen Ort des wechselseitigen Lernens, des Austausches zwischen unterschiedlichen Menschen und Gruppen mit verschiedenen Perspektiven und der Begegnung auf Augenhöhe sehen.
KAMA Wien ist nur eine der siebzig Initiativen, die im Amerlinghaus einen Freiraum finden, der es ihnen ermöglicht, Ideen umzusetzen und wichtige politische, soziale und künstlerische Arbeit zu leisten. Unsere Kursbesucher_innen machen nur einen Bruchteil der rund 60.000 Menschen aus, die das Kulturzentrum jährlich nutzen.
Dass das Amerlinghaus ein Ort ist, der von einer Vielzahl unterschiedlicher Gruppen solidarisch genutzt wird und an dem wir uns willkommen fühlen, hat auch viel mit der wichtigen Kommunikations- und Koordinationsarbeit zu tun, die Claudia Totschnig und Lisa Grösel für das Kulturzentrum leisten.
Gegenwärtig tragen nur noch drei Teilzeit-Kräfte und eine Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums. Durch eine weitere Stundenkürzung würde das Kulturzentrum arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.
Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.
Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen,
KAMA Wien


Dokumentarfilmerinnen Kollektiv

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl,

wir Fanny Kafka und Katharina Deutscher, sind ethnografische Dokumentarfilmerinnen die im Rahmen ihres Kultur- und Sozialanthropologischen Bachelor-Studiums das Forschungsfeld "Kulturzentrum Amerlinghaus" gewählt haben. Wir halten das Amerlinghaus für eine unverzichtliche Einrichtung in der sozialen Stadt Wien, welche ein einzigartiges Zentrum der transkulturellen Kommunikation in Wien darstellt. Zudem ein Begegnungszentrum von sehr heterogenen Gruppen, die durch das gemeinsame nutzen dieses Freiraums mitten in Wien dazu veranlasst werden Dialoge zu führen um konstruktiv Konflikte zu lösen.
Der unkomplizierte und sehr unterschwellige Zugang der Räumlichkeiten des Amerlinghauses macht es diversen Künstler*innen, politischen Gruppen, sowie sozialschwache Gruppen (Pensionist*innen die sich zum Kaffee trinken treffen) möglich ihre musischen, kritischen sowie soziale Bedürfnisse zu leben ohne dabei verurteilt oder eingeschrenkt zu werden.

Uns stellt sich die Frage ob die soziale Stadt Wien es sich Leisten kann, auf dieses Kulturzentrum zu verzichten. Des weiteren würde uns interessieren mit welchen Argumenten eine wohlhabenden europäischen Stadt wie Wien dies zu rechtfertigen vermag.

Daher fordern wir ebenfalls mit dem Brief eine Änderung, eine Verbesserung der finanziellen Situation des Kulturzentrum Amerlinghaus, dass dieses Zentrum nicht zu einer Erinnerung im ethnografisches Dokumentarfilm-Archiv wird.

Daher wenden auch wir Fanny Kafka und Katharina Deutscher, uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.

Gegenwärtig tragen nur noch drei Teilzeit-Kräfte und eine Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.
Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss.
Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend,
inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen.


Carerevolution Wien

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl! Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou! Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Die CARE Revolution ist eine basisgewerkschaftliche Initiative, die sich für bessere Bedingungen für Beschäftigte und PatientInnen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und allen CARE-Berufen einsetzt und die sich regelmäßig im Amerlinghaus trifft.
Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren. Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.
Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind. Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt.
Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten. Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.
Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar.
Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.
Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.
Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird. Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Carerevolution Wien


zeitenTANZ

zeitenTANZ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich (als einziger in Österreich) die Förderung des historischen Tanzes zum Ziel gesetzt hat. Wir erforschen und üben Tänze aus vielen Jahrhunderten und verschiedenen Ländern Europas, alle nach Originalquellen. Das Amerlinghaus hat uns schon oft die Benützung der Galerie zu günstigen Bedingungen ermöglicht. So konnten wir trotz knappem Vereinsbudget auch Tanzabende bei freiem Eintritt anbieten und mehr Personen für unsere Sache begeistern, sogar ausländische Touristen. Dadurch können wir einen kleinen Beitrag zur europäischen Kultur liefern.



IG Kultur Wien

Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Als Interessensgemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit wenden wir uns mit der dringenden Frage an Sie als zuständige Stadträtin, welche Schritte Sie planen, um das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.
Seit nun über 40 Jahren bietet das Amerlinghaus den einzigartigen und wichtigen Rahmen für nicht kommerzielle, kritische Basiskulturarbeit, für soziale und politische Bildungsarbeit sowie für antirassistische, kulturpolitische Initiativen. Gab es Zeiten, in denen der Arbeitsumfang des Hauses von bis zu zehn Beschäftigen getragen wurde, tragen gegenwärtig noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer-innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.
Seit Jahren ist der Stadt Wien die prekäre Situation und fehlende Planungssicherheit des Hauses bekannt. Seit Jahren ist diese weiterhin ungelöst geblieben. Jahrelang musste deshalb im Amerlinghaus an allen Ecken und Enden gespart werden, um mit dem real weniger werdenden Fördergeld auszukommen. Nun wurde auch für 2016 die Forderung nach einer ausreichenden Crundkostenförderung für das Kulturzentrum von Seiten Ihres Ressorts nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als der Verein durch Ihr Ressort an Förderung erhält. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und kann nicht im Sinne der Stadt Wien als Subventionsgeberin sein.
Unverständlich und scharf zu kritisieren bleibt uns dabei die Tatsache, dass die MA 13, die ihnen unterstellt ist, Mietforderungen der CESIBA direkt an diese überweist, bei Verhandlungen bezüglich einer Mietreduktion, einer Neuaufteilung der Betriebsosten sowie die Einforderung der lnvestionen von rund 200.000,- Euro für die Renovierung - die das Haus bereits gezahlt hat - den Verein sich aber selbst überlässt. Auf welcher Seite stehen Sie?

Wir fordern Sie deshalb als verantwortliche Subventionsgeberin in aller Dringlichkeit dazu auf, die Verantwortung für die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus zu übernehmen, abzuwenden und Iösungsorientierte Schritte zu setzen, um die immer prekärer werdende Situation des Zentrums Amerlinghauses, seiner Gruppen und Mitarbeiterlnnen endlich zu beenden! Bitte informieren Sie uns im Laufe der Woche darüber, welche Schritte Sie als verantwortliche Subventionsgeberin setzen werden, damit der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig und laufend gesichert wird.
Weiters ersuchen wir Sie ehestmöglich um einen Termin, um mögliche Lösungswege gemeinsam und persönlich zu besprechen.
Mit freundlichen Grüßen,

Vorsitz der IG Kultur Wien


Verein zur Förderung antikapitalistischer Aktivitäten, Plattform für eine menschliche Asylpolitik

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl!
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren.
Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.
Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss.
Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Verein zur Förderung antikapitalistischer Aktivitäten & die Plattform für eine menschliche Asylpolitik (zwei der vielen Gruppen im Amerlinghaus, die hier ihre Treffen im Amerlinghaus abhlaten.)


Sonnenzeit

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl,

Das Amerlinghaus ist für uns, die wir uns als zivilgesellschaftliche Aktivisten-Gruppe verstehen, ein sehr wichtiger FreiRaum!

Wir bitten Sie, das zu verstehen und alles zu versuchen, um für die bestehende Finanzierungslücke innerhalb kurzer Zeit eine Lösung zu finden und so den Fortbestand dieser Einrichtung zu erhalten.
Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Er dient der Förderung und der Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, wie sie hier tagtäglich generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg geleistet wird.
Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.
Wir, die Vertreter der Netzwerk-Gruppe „SonnenZeit- Wien“ bitten Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen vom Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich wieder fair und nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.
Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen,
sonnenzeit-wien; grundeinkommen.at

Sonnenzeit (Regionalgruppe)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl! Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!

Kulturzentrum im Amerlinghaus - Ein „FreiRaum“ für „Non Governmental Organisation“ (NGO)

So wie unsere „Regionalgruppe Sonnenzeit Wien“, sind die meisten uns bekannten NGO- Gruppen über der prekären finanziellen Situation des Kulturzentrums Amerlinghaus besorgt. Leider besteht dieser unerfreuliche Zustand schon mehrere Jahre.
Es ist schwer nachvollziehbar, dass dieses Kulturzentrum, wo rund sechzigtausend NutzerInnen p.a. in ihrer Freizeit einen sozialen und gesellschaftspolitischen Beitrag leisten, dem Verfall preisgegeben wird.
All die vielen Personen dieser Gruppen engagieren sich für unterschiedliche Bereiche unserer Zivilisation, insbesondere der Umwelt, Kultur, Bildung und den sozialen Themen.

Wenn von Leistung gesprochen wird, so wird diese zumeist mit bezahlter Arbeit in Verbindung gebracht, doch bei Wegfall der Leistung aller unbezahlten Arbeit, hätte das erhebliche negative Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft, aber in besonderem Maße auf Wien.

Auf Grund der vorhin dargelegten Sachlage appellieren wir, sich dafür einzusetzen, dass eine Sanierung vorangetrieben wird und die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um einen geordneten Betrieb des Kulturzentrums zu gewährleisten.

Regionalvertretung SonnenZeit Wien www.Sonnenzeit.Jetzt


Freinetgruppe Wien

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Häupl! Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Sehr geehrte Frau Stadträtin Frauenberger! Sehr geehrter Herr Stadtschulratspräsident Czernohorszky!

Wir wenden uns mit der dringenden Bitte an Sie, das Kulturzentrum im Amerlinghaus vor einem weiteren, existenzbedrohenden Personalabbau zu bewahren. Gegenwärtig tragen nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1 Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von 60.000 Menschen im Jahr.

Auch wir von der Freinetgruppe Wien sind eine der Initiativen, die sich regelmäßig seit 7 Jahren im Amerlinghaus trifft. Unsere Treffen besuchen PädagogInnen aus Wiener Pflichtschulen, die nach den reformpädagogischen Ideen von Celestin und Elise Freinet arbeiten. Gemeinsam reflektieren wir über unseren Arbeitsalltag, tauschen pädagogische Ideen und Methoden aus; in unserer Arbeit in der Schule ist uns die Demokratie in der Klasse ein großes Anliegen (https://freinetgruppewien.wordpress.com/).

Die Lage des Kulturzentrums im Amerlinghaus ist ernst wie nie zuvor. Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst, sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete, Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.
Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde auch für 2016 unsere Forderung nach einer ausreichenden Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr als wir von der Gemeinde an Förderung erhalten.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion, eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die GESIBA aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden werden muss.
Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar. Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“ Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Freinetgruppe Wien


CareRaum

Das Kulturzentrum im Amerlinghaus ist als materielle, soziale, kulturelle und kommunikative Ressource einer Vielzahl von engagierten Gruppen ein hot spot von brisanten Diskursen und gesellschaftsemanzipatorischen Ansätzen. Das Besondere am Zentrum ist, dass hier Gruppen aus unterschiedlichen Kontexten zusammenkommen, die auf durchaus unterschiedliche Art Erfahrungen von Verdrängung, Prekarisierung oder sozialer und politischer Ausgrenzung ausgesetzt sind.

Nicht zuletzt so genannte “Rand-” und “ProblemGruppen” teilen die räumliche und Betreuungs-Infrastruktur des Kulturzentrums solidarisch und ohne größere Konflikte. “Betroffene” werden hier zu Akteur_innen und gemeinsam mit anderen zu Sprecher_innen gegen ihre Prekarisierung und Marginalisierung.

Wo es darum geht, neue Impulse für gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen, ist es für uns als Gruppe CareRaum im Amerlinghaus zentral, die Anliegen von Menschen, die sorgen, und von denen, die auf Sorge angewiesen sind, zusammenzudenken. Dabei scheinen die Interessen pflegender Angehöriger, Interessenvertretungen von Pflegeabhängigen, Betriebsgruppen, Initiativen migrantischer Selbstorganisation, Elterninitiativen, gesundheitspolitische und queerfeministische Gruppen sowie Aktivist_innen in den Bereichen „urban commons“ und solidarischer Ökonomien auf den ersten Blick sehr verschieden zu sein – gemeinsam ist ihnen aber die Forderung, dass im Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Handelns nicht Profitmaximierung stehen soll, sondern die Verwirklichung menschlicher Bedürfnisse und Interessen.

Wir stellen das Care-Thema in den Mittelpunkt, weil Care-Arbeit systematisch prekarisiert, abgewertet, schlecht bezahlt, gleichzeitig für viele unleistbar, privatisiert und unsichtbar gemacht sowie einzelnen (sexistisch oder rassistisch markierten) sozialen Gruppen aufgelastet wird; und weil wir das solidarische Sorgen für und selbst und für einander sowie mit unserer (Um)welt als Ausgangspunkt sehen, für ein Umdenken, um Utopien und gemeinsame Ansätze für soziale Kämpfe zu entwickeln.

Dabei ist es wesentlich, die individuellen alltäglichen Erfahrungen mit der schlechter werdenden Versorgungssituation in den öffentlichen und auch in den mittlerweile zum Teil privatisierten Bereichen von Gesundheit, Bildung, Erziehung, Pflege etc. in Beziehung zu setzen. Orte kollektiven Lernens und gemeinsamer Erkenntnis wie das Kulturzentrum im Amerlinghaus sind dabei von unschätzbarem Wert.

Im CareRaum tauschen wir uns über unsere Praxen der CareArbeit aus. Wir nehmen uns Zeit und Raum zu fragen, welche CareArbeit warum wie angesehen ist und was sie bringt. Wir schauen uns an, wie Care-Ökonomie funktioniert – oder eben nicht – und zu wessen Lasten Entwertung und marktförmige Organisierung und gehen.
Wir arbeiten mit den anderen CareGruppen im Kulturzentrum zusammen und wollen das Potenzial der CareDiskurse für eine Umgestaltung der Gesellschaft ausloten.

Der Care-Raum soll ein Raum zur Vernetzung von Gruppen, Projekten, Initiativen und allen Interessierten sein, die einen behutsamen, inklusiven Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen wollen und auf eine „Um-Care“ gesellschaftlicher Verhältnisse hinarbeiten: Von Mieter_inneninitiativen, Gesundheitsarbeiter_innen, Gruppen, die zu Migration und Flucht arbeiten, bis zu Initiativen für Ernährungssouveränität. Der Care-Raum soll Potential bieten, um über Szenen und soziale Gruppen hinaus gemeinsame Perspektiven und gemeinsame Strategien zu entwickeln. Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie Sorge solidarisch organisiert werden kann.

Genau dazu brauchen wir auch das Kulturzentrum im Amerlinghaus als einen Ort, an dem es möglich, erwünscht und wertgeschätzt ist und wird, in Austausch und Resonanz miteinander Ansätze weiterzuentwickeln, die als inklusives und selbstbestimmtes Handeln sozialpolitischen Modellcharakter haben – als Visionen für eine Gesellschaft, die die menschlichen Sorgen und Bedürfnisse aller ins Zentrum stellen.

Freiraum für Aktivitäten bedeutet mehr als ein paar Quadratmeter Platz, „Raum“ braucht auch eine entsprechende Infrastruktur.

Daher fordern wir die Anerkennung der wichtigen Sorge- und Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung, die im Kulturzentrum im Amerlinghaus generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Wir ersuchen Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie auch, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

CareRaum im Amerlinghaus


FrauenLesben-Kommunikationszentrum Wien

Solidarität mit dem Amerlinghaus -
der finanzielle Ruin des Hauses muss unterbunden werden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Als subventionsloses, autonomfeministisches FrauenLesbenMädchen-Kommunikationsentrum Wien verstehen wir die Situation des nun seit 41 Jahren in Selbstverwaltung arbeitenden Kulturzentrums am Spittelberg – Amerlinghaus – nur zu gut und stellen uns entschieden und solidarisch an seine Seite.
Es kann nicht sein, dass ein Haus, das unter basisdemokratischen Bedingungen existiert und weitgehendst in Selbstausbeutung der dort seit 4 Jahrzehnten arbeitenden Gruppen und Einzelpersonen sich bewährt hat, einfach dem Rotstift ausgeliefert wird, weil es die sogenannte neoliberale Politik so praktizieren will und Profit herausgeschlagen werden soll.

Die Geldzuwendungen der Stadt an das Haus wurden seit Jahren nicht angepasst, es gab Kürzungen der Gelder, und dementsprechende Sparmaßnahmen und auch Aufkündigungen von bezahlten Arbeitsplätzen.
Das Kulturzentrum ist eine Erholungsoase in Bezug auf den Konsumwahnsinn, den die Gastronomie des Spittelbergs dort Jahr für Jahr veranstaltet. Das sich im privaten Eigentum befindliche Amerlingsbeisl lebt ebenfalls zu einem Großteil von den AkteurInnen des Kulturzentrums und kann sich wohl über mangelnde Umsätze nicht beklagen.
Dem Haus also nahe zu legen, von den NutzerInnen nun etwa Miete oder gar Eintritt zu verrechnen, würde beispielsweise auf die von der Stadt Wien betriebenen Jugendzentren oder Kinder- und Jugendeinrichtungen wie die Roten Falken umgemünzt, wohl als schlechter Scherz abgelehnt. Alle würden sagen: Das ist ja absurd! Wieso also ist so eine Aufforderung ans Amerlinghaus nicht absurd? 70 Gruppen jährlich im Haus und damit hunderte Menschen aller Altersgruppen, Herkunft und Klassen,..., die diese Einrichtung in Selbstverwaltung auf unterschiedlichste Art kulturell, sozial, bildungsfördernd und politisch nutzen, miteinander arbeiten und produktiven, emanzipatorischen Output liefern, Demokratie leben und dem Konsumwahnsinn und -zwang nicht unterliegen wollen, werden mit dem Sparstift vertrieben und isoliert.
Persönliche Gespräche mit den zuständigen PolitikerInnen und StadträtInnen werden von jenen tunlichst vermieden. Die politischen Türen der Stadt sind zu fürs Amerlingshaus!
Dies kann nicht im Sinne einer sich sozialdemokratisch nennenden Partei sein, und auch nicht im Sinn von kritischer, politisch selbstbewußter und solidarischer Masse. Realita wäre die Stadt den dort gratis arbeitenden Menschen für eine gesellschaftlich wertvolle und notwendige Arbeit Bezahlung schuldig! Wir wissen, dass derartiges nicht so schnell geschehen wird. Aber wir verlangen, dass das Haus, so wie es ist, erhalten und auch adaptiert wird und dass dies nicht in Frage gestellt wird in Zeiten, wo die Masse der Bevölkerung für Bankensanierung und zahlreiche Finanzskandale über Nacht herangezogen wird, ohne mit der Wimper zu zucken.
Es geht hier nicht, wie sich eine Referentin aus einer Magistratsabteilung erst vor kurzem ausdrückte, um einen „Geldregen“. Es geht um Summen, die sich die Stadt und damit die Allgemeinheit auch weiterhin leisten kann und in Anbetracht der steigenden Armut und Erwerbslosigkeit von den Menschen auch leisten muss.

Wir ersuchen Sie um eine rasche positive Regelung der Finanzmisere des Kulturzentrums, auch im Bewußtsein, dass es politisch ja nicht nur ums Amerlinghaus, sondern auch um die Existenz der Arena Wien und vor allem auch um das WUK und damit jedenfalls auch um die Existenz des autonomen FrauenLesbenKommunikationszentrums, einer der größten feministischen Einrichtungen in ganz Europa, geht.
Diversivität und gelebte Demokratie waren und sind immer noch die besten Waffen gegen faschistoide bis offen faschistische, rassistische, sexistische und autoritäre politische Zustände. Geben Sie der Praxis also jene Gelegenheit, die sie verdient.

Mit feministischen Grüßen

FrauenLesben-Kommunikationszentrum Wien


Initiative WÜST (Würde statt Stress)

Sehr geehrte Frau Stadträtin,
wir hatten vor einiger Zeit die Möglichkeit, unser Gesundheitsprojekt im Amerlinghaus, Wien 7, abzuwickeln. Das Haus hat uns nicht nur eine äußerst professionelle und angenehme Atmosphäre geboten; für uns - wir waren alle erwerbsarbeitslos - war es natürlich wichtig, dass kein Konsumzwang herrschte. Darüber hinaus ergaben sich von Anfang an hilfreiche und für uns wichtige Kontakte vor Ort, die unserem Projekt "Würde statt Stress" zu langfristigem Erfolg verholfen haben.
Wir konnten uns von Anfang an mit allen anderen Hausgruppen vernetzen und zusammen arbeiten, es gab die perfekte Raumorgonisation, die gleichzeitig flexibel genug war für die verschiedensten Anforderungen.
Es gibt im Amerlinghaus seit Jahren eine regelmäßige Arbeitslosenberatung und damit viel an weiteren wichtigen Informationen.
So ergab sich, dass dort nicht nur die über viele Wochen die moderierten Gesundheitszirkel stattfinden konnten, sondern auch die Evaluierung der Umfrageergebnisse.
Wir haben auch sehr davon profitiert, dass im Amerlinghaus erfahrene Theaterleute arbeiten.
So mündete die Endauswertung in ein Theaterstück, das nicht nur im Rahmen unserer Arbeitslosenkonferenz gut ankam, vielmehr spielten wir es später über mehrere Jahre mit Erfolg an verschiedenen Orten. (München, AMS , Waldviertel, Graz, Wien u.a.)

Wir haben das Amerlinghaus als ein sehr verbindendes, kulturell soziales Zentrum kennen gelernt, in dem aus guten Initiativen oft noch viel mehr wird.
Daher ersuchen wir von ganzem Herzen um Ihre Unterstützung, die dringend benötigte Finanzierung weiterhin zu sichern, an der Arbeitsplätze hängen, Dieses Kulturzentrum mit sehr langer Tradition gibt auch aktuell vielen Gruppen Hilfeleistungen, die der Stadt enorme Kosten sparen.
Wir hoffen auf Ihr Engagement, dieses Zentrum zu erhalten.
Vielen Dank!
mit freundlichen Grüssen
Gundi Soyka, Hedwig Presch


System Change not Climate Change

Die Bewegung System Change not Climate Change unterstützt den Hilferuf des Amerlinhauses und seine Forderung nach fairer Unterstützung dieser (und ähnlicher) Initiativen voll und ganz. Es kann doch nicht im Interesse der Stadt sein, dass immer mehr dieser wertvollen Einrichtungen unausgereiften Spargedanken zum Opfer fallen (so verzweifelt zb auch der Aktionsradius in Wien schon seit langem an immer neuen Kürzungen).
Und Projekte wie das Amerlinghaus leisten doch mit einem unglaublich knappen Budget wirklich unbezahlbar Großartiges für die Stadt und eine funktionierende Gesellschaft generell: sie fördern das gegenseitige Verständnis verschiedenster Menschen und somit auch Toleranz und friedliches Miteinander, schaffen Raum für Gedankenaustausch in allen Formen und tragen entscheidend zur Buntheit des Stadtbildes bei - dafür muss doch einfach ein wenig Geld zur Verfügung sein! Dann wird halt mal anderswo eine Straße weniger gebaut und gleich ist doppelt gewonnen :)
Niemand kann Ernsthaft eine graue Stadt der glatten Platten wollen - das Leben ist bunt!
Und Wien ist anders - so bewirbt sich die Stadt doch immer wieder gerne selbst!
Zeigen Sie uns das!!!


Anita C. Schaub, Autorin

Betrifft: Kulturzentrum Amerlinghaus ...

... eine Kulturstätte, die ich, seit ich nach Wien gezogen bin, regelmäßig aufsuche. Weil Wiens Kulturangebot so verlockend ist, dass ich meine (ehemalige) Heimat Kärnten dafür eingetauscht habe. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ich habe es nie bedauert. Bin begeisterte Wienerin, die sämtliche Kultureinrichtungen regelmäßig und ausführlich nutzt.
Zum Einen als Zuschauerin und -hörerin, und da steht das Kulturzentrum Amerlinghaus an erster Stelle. Weil hier nämlich – unter anderem - die Veranstaltungen bei freiem Eintritt statt finden und ich mir diesen auch gar nicht leisten könnte.
Zum Anderen - mehrmals im Jahr - als Organisatorin eigener Kulturevents (Lesung mit Musik/darstellender Kunst/Film), die durch Subventionen aus öffentlicher Hand finanziert werden. Und da fällt dann der Posten für die Raummiete weg. Und ich kann die ohnehin meist recht gering ausgefallenen Subventionen auf die Kunstschaffenden aufteilen, die großteils am Hungertuch nagen. Und befinde mich an einem Ort, der offen ist für alle, auch alternativen, unkonventionellen Kulturprojekte. Der einen eigenen Verteiler hat, der wiederum Kunstbegeisterte zu (meinen) Veranstaltungen lockt. Der Vernetzung ermöglicht. Der (nicht nur) Kunstschaffenden ein Forum bietet, neue Projekte anzudenken und durchzuführen. Und da ist auch gleich ein Beisel dabei, in dem wir zusammenhocken können, um Neues zu schmieden. Niederschwellig. Ein Ort der Kunst und der Kreativität. Ein Ort der Kommunikation. Und wie wunderbar, dass dort immer alles funktioniert und die Bürodamen sogar nächtens oder am Wochenende herbeieilen, wenn es sich spießt. Weil ihre Motivation so hoch ist, dass sie nicht auf die Uhr schauen, wenn sie gebraucht werden. Weil das nämlich nicht irgendein Arbeitsplatz ist. Und weil das ganze Platzl dort davon lebt. Weil ich keinen anderen Ort weiß, der das alles bietet. Mitten in Wien.
Und daher ist es mir ein großes Bedürfnis, mich dafür zu bedanken, denn ohne das Kulturzentrum Amerlinghaus wäre und würde mein passives und aktives Kulturleben um einiges karger.
Anita C. Schaub, Autorin


Revolutionären Aufbaus (RA)

Was bringt uns als AktivistInnen des Revolutionären Aufbaus (RA) das Amerlinghaus?
Das Amerlinghaus bietet uns den oft notwendigen Raum für demokratische, antifaschistische und antiimperialistische Tätigkeiten. Raum auf den wir und alle anderen Benutzer ein demokratisches Recht haben! Gerade Tatsachen wie die, dass man fast immer einen Raum auf die schnelle bekommt und das einfach und unkompliziert, haben uns bei unserer politischer Arbeit geholfen. Genau so hat uns aber auch das Personal durch seine unbürokratische Art geholfen, beziehungsweise hat man sich auch gegenseitig unterstützt. Gerade Tatsachen wie die, dass das Amerlinghaus für diverse politische Organisationen, Gruppen und Veranstaltungen offen steht und dass es sich weitgehend eigenständig und unabhängig von der Stadt Wien und dem Staat organisiert, ist auch der Grund wieso die Stadt Wien das Amerlinghaus seit Jahrzehnten in einen langsamen Tod durch Unterfinanzierung treibt. Daran leiden nicht nur wir, sondern vor allem das Personal welches seit der Gründung des Kulturzentrums von 10 auf heute 4 Personen (3 davon Teilzeit) zusammengestutzt wurde und heute die restlichen MitarbeiterInnen überhaupt vor dem Jobverlust stehen. Ebenso geht die schrittweise Aushungerung des Kulturzentrums auf Kosten der politischen Organisationen und Gruppen aber auch demokratische Initiativen und Deutschkurse, Kunstprojekte, ein Kindergarten, usw. Wir alle sind von der antidemokratischen Politik der sich selbst “weltoffen” nennenden Regierung der Stadt Wien betroffen und müssen uns als Betroffene deshalb auch gegen sie stellen.

Amerlinghaus bleibt! Setzten wir uns für den Erhalt des Kulturzentrums ein!


Verein Ute Bock

Liebe Frau Vassilakou und liebe Frau Frauenberger, wir kennen uns ja vom Tag der offenen Tür im Verein Ute Bock. Ich konnte ihnen letztes Jahr die neuen Räume für die Deutschkurse und unser Haus zeigen. Wir haben damals auch schon darüber gesprochen, wie wie wichtig kostenlose Deutschkurse für AsylwerberInnen schon während des Verfahrens sind, um dann bei positivem Bescheid nicht bei Null beginnen zu müssen. Mit der bildungscard wollen Sie nun etwas schaffen, das wir vom Verein Ute Bock sehr begrüßen und für sehr sinnvoll halten. Hoffentlich wird es auch umgesetzt.

Allerdings bangen wir nun schon seit Jahren, und vor allem dieses Jahr, um das Amerlinghaus, welches offensichtlich kaputt gespart werden soll. Seit über 10 Jahren dürfen wir dort kostenlose Deutschkurse für AsylwerberInnen abhalten, und sollte es das Amerlinghaus nicht mehr geben, würden ca. 150 Menschen ihren Kursplatz verlieren, und außerdem weitere 60 Gruppen ohne Raum dastehen. Leider gibt es in Wien immer weniger Plätze, wo Gruppen mit keinen oder geringen finanziellen Mitteln, Bildungs- und Kulturarbeit machen können. Wie wichtig diese aber sind, sieht man ja an Ihrem aktuellen Umdenken bzgl. Deutschkursen für AsylwerberInnen. Die Zivilgesellschaft ist der Politik immer einen Schritt voraus, das ist gut so und das werfen wir der Politik auch nicht vor, aber wir würden Sie bitten uns dem Raum dafür zu lassen. Und in diesem Sinne auch alles dafür zu tun, dass das Amerlinghaus erhalten bleibt.

Herzlichen Dank!
Emanuel Hinterbauer
Verein Ute Bock


Glad to be different

In Erinnerung an die vom Amerlinghaus intensiv unterstützte Antirassismusarbeit gegen Ende der 1990er wollte ich dir persönlich schreiben, statt einfach einen allgemeinen Protestbrief zu mailen.
Wie du weißt, soll eines der wichtigsten Kulturzentren der Stadt kaputtgespart werden, das sich gerade durch seinen nichtkommerziellen, niederschwelligen und inter- wie transkulturellen Zugang auszeichnet. Mehrere Generationen können sich jenseits von Nationalismus, Generationskonflikten und Verwertungslogik begegnen, Barrieren zwischen Initiativen, Gruppen und Schwerpunktsetzungen werden hier ohne die üblichen Konflikte und Berührungsängste abgebaut. Wenn immer von Diversität geplappert wird, hier ist sie zur Praxis geworden.
Auch das Tanztheaterprojekt, in dem ich mitarbeite, konnte immer wieder auf die Unterstützung des Amerlinghauses zählen. Für die teilnehmenden Jugendlichen war es eine kleine Sensation, wie sie hier unabhängig von ihrer Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten willkommen geheißen wurden. Unbürokratisch, konkret und praktisch, ohne viel herumzureden.
Die Leistungen des Amerlinghauses für ein solidarisches Miteinander und gegen Spaltungen in der Gesellschaft können gar nicht genug betont werden, ein gallisches Dorf inmitten einem Klima der Ausgrenzung und Entsolidarisierung, wie es gerade im jüngsten Präsidentschaftswahlkampf und in der Asylpolitik zum Ausdruck kam. Es gibt wohl in ganz Wien und weit darüber hinaus nichts Vergleichbares, was auch in einem Bobo-Bezirk wie Neubau sofort ins Auge fällt. Doch genau das scheint einige zu stören, die seit Jahren versuchen, die Arbeit des Hauses einzuschränken und zu behindern, um es in eine erwünschte Anpassung zu pressen. Offensichtlich sind auch der Stadt Wien Alternativen zur herkömmlichen Alle-gegen-alle Kultur ein Dorn im Auge.
Ich bitte dich daher, dich dafür einzusetzen, dass das Amerlinghaus endlich so gefördert wird, wie es ihm zusteht, damit der schrittweise Personalabbau und die deshalb drohende Schließung verhindert werden kann.

Glad to be different
Hubert Krammer


Frauen in Schwarz (Wien)

Frauen in Schwarz (Wien) unterstützt die Kampagne zur Rettung des Kulturzentrums AMERLINGHAUS

Zum wiederholten Male drohen dem Kulturzentrum Amerlinghaus drastische Kürzungen der Fördermittel (es geht um eine Wertanpassung, die seit 12 Jahren nicht erfolgte und eine nachhaltige Absicherung der Finanzierung der Grundkosten. Seit Jahren kämpft das Kulturzentrum gemeinsam mit den ca. 70 Hausgruppen um sein Weiterbestehen.

Sie fragen sich jetzt sicher warum Sie das von der Menschenrechtsinitiative Frauen in Schwarz (Wien) hören?
Frauen in Schwarz (Wien) verbindet einiges mit dem Amerlinghaus!

Vor 15 Jahren wurde unsere Gruppe gegründet – im Amerlinghaus fand das allererste Treffen statt, um eine Mahnwache zu planen. Diese wurde von der „Israelischen Frauenkoordination für den Frieden“ ausgerufen und das Thema war die israelische Besetzung palästinensischen Landes. Der internationale Slogan lautete: Stop The Occupation! Diese erste Mahnwache war eine von150 weltweit.
Seither finden unsere Mahnwachen 1x im Monat in der Wiener Innenstadt statt. Das Amerlinghaus stellt uns regelmäßig einen Raum zur Verfügung, um Filme über den israelisch-palästinensischen Konflikt zu zeigen, die nirgends sonst in Wien zu sehen sind. Darunter preisgekrönte Filme von israelischen wie palästinensischen Filmemacher_Innen.

Darüber hinaus werden von Frauen in Schwarz (Wien) im Amerlinghaus viele gut besuchte Vorträge und Veranstaltungen von Friedensaktiviste_Innen initiiert.

Bis zum heutigen Tag erfahren wir diese Unterstützung im Amerlinghaus und fühlen uns immer willkommen. Wie all die anderen Hausgruppen könnten wir uns einen gemieteten Raum nicht leisten.

Wir fühlen uns dem Amerlinghaus solidarisch verbunden, unterstützen sein ursprüngliches Konzept, und seine Mitarbeiterinnen im Kampf um die benötigten Fördermittel, die ein Weiterbestehen garantieren. Aus unserer Sicht ist das Amerlinghaus etwas wie eine sozio-kulturelle „Oase“ mitten in Wien, und notwendiger denn je.

Wir fordern die Stadt Wien auf, ihrer Verantwortung zur finanziellen Unterstützung des Kulturzentrums Amerlinghaus nachzukommen. Seit 41 Jahren ist es ein Platz für ca. 70 Initiativen mit unterschiedlichsten auf Kultur; Menschenrechte, Bildung, Minderheiten und Integration ausgerichteten Zielen und Aktivitäten.

Deshalb haben wir dieses Solidaritätsschreiben an Sie geschickt – mehr Info im Anhang und unter www.amerlinghaus.at
oder im Video vom Aktionstag beim Rathaus: https://www.youtube.com/watch?v=POL4VcVjBg8
Mit freundlichen Grüßen,
Paula Abrams-Hourani

Dr. Angela Waldegg
Frauen in Schwarz (Wien)


April 2014


Griechischer Tanz im Amerlinghaus

Ich bin entsetzt von der völlig überraschenden, massiven Kürzung der Subvention für das Kulturzentrum im Amerlinghaus, die im Gemeinderat am 29. 04. beschlossen werden soll. Nach einem grundsätzlichen Bekenntnis der Gemeinde zum Zentrum im letzten Jahr und der Zusicherung, die Grundkosten zu finanzieren, soll nun eine Kürzung der Subvention um mehr als die Hälfte auf 113.000,- Euro vorgenommen werden. Davon sollen 60.000,- Euro direkt von der MA13 an die Gesiba gezahlt werden.

Dem Kulturzentrum blieben dann rund 4.500,- Euro pro Monat. Damit ist es unmöglich, die Infrastruktur und den für den Betrieb des Zentrums nötigen, bereits auf ein Minimum reduzierten, Grundstock an Mitarbeiter_innen zu erhalten, das Zentrum im Amerlinghaus wird damit komplett zerschlagen.

Rund 60 Gruppen und ein weiter Kreis an Nutzer_innen wären von einem Wegfall des Kulturzentrums als Kommunikationsraum und Ressource betroffen.

Diese Vorgangsweise steht auch im Gegensatz zum plakativen Heraustellen der Freiwilligenarbeit und Betonung der Wichtigkeit einer solchen. Kulturarbeit und politische Arbeit findet im Amerlinghaus statt. Sollen wir in Zukunft zu dieser Freiwilligenarbeit auch noch kräftig dazuzahlen, oder soll ich mit meiner Tanzgruppe in Zukunft im Park arbeiten?

In anderen Bereichen werden Projekte wie "CHIP als Parkpickerl" geplant deren Sinnhaftigkeit stark anzuzweifeln ist.
Denn: Jedes KFZ hat eine eindeutige Identifikation: Das Kennzeichen.
Schon jetzt muß die Parküberwachung an Hand des Kennzeichens nachforschen ob eine SMS Parkberechtigung besteht. Gleiches kann für die allgemeine Parkberechtigung vorgenommen werden die in der üblichen Form beantragt und bestellt werden muß. Kennzeichentafeln können ohne Schwierigkeiten über Kameras in digitale Information umgesetzt werden.
Wozu also einen Chip? Um der Firma (Atos glaube ich) einen fetten Auftrag zuzuschanzen?

Ich möchte Ihnen hiermit deutlich zum Ausdruck bringen, dass für mich eine Zerschlagung des Kulturzentrums im Amerlinghaus nicht in Frage kommt. Jeder Versuch, das Projekt Kulturzentrum im Amerlinghaus zu zerstören, wird auf meinen Widerstand stoßen. Ich fordere Sie auf, das Zentrum mit der für das schuldenfreie Arbeiten und Planungssicherheit notwendigen Subvention auszustatten, mit der auch der für den Weiterbestand des für Wien wichtigen Zentrums nötige Grundstock an Mitarbeiter_innen erhalten werden kann.

Ich ersuche Sie, mich über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Johann Aschenbrenner (Leitung Griechischer Tanz im Amerlinghaus)


derive - Verein für Stadtforschung

Wir sind entsetzt von der drohenden massiven Kürzung der Subvention für das Kulturzentrum im Amerlinghaus, die im Gemeinderat am 29. 04. beschlossen werden soll. Nach einem grundsätzlichen Bekenntnis der Gemeinde zum Zentrum im letzten Jahr und der Zusicherung, die Grundkosten zu finanzieren, soll nun eine Kürzung der Subvention um mehr als die Hälfte auf 113.000,- Euro vorgenommen werden. Davon sollen 60.000,- Euro direkt von der MA13 an die Gesiba gezahlt werden.

Dem Kulturzentrum blieben dann rund 4.500,- Euro pro Monat. Damit ist es unmöglich, die Infrastruktur und den für den Betrieb des Zentrums nötigen, bereits auf ein Minimum reduzierten Grundstock an Mitarbeiter_innen zu erhalten, das Zentrum im Amerlinghaus wird damit zu Tode gespart.
Rund 60 Gruppen und ein weiter Kreis an Nutzer_innen wären von einem Wegfall des Kulturzentrums als Kommunikationsraum und Ressource betroffen.

In diesen krisenhaften Zeiten und des dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandels braucht die Stadt offene Räume des Austausches und der Kommunikation mehr denn je - die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements und des sozialen Austausches unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure ist geradezu ein Muss für die Zukunft der Stadt.
Wir forderen Sie daher auf, das Zentrum mit einer für schuldenfreies Arbeiten und Planungssicherheit notwendigen Subvention auszustatten, mit der auch der nötige Grundstock an Mitarbeiter_innen erhalten werden kann, der für den Weiterbestand des seit 35 Jahren bestehenden Amerlinhauses Voraussetzung ist.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Elke Rauth
im Namen von derive - Verein für Stadtforschung


verein exil

Wie wir erfahren haben, ist das Amerlinghaus durch massive Subventionskürzungen der Stadt Wien in Höhe von 60% akut bedroht!

Wenn die Stadt Wien Ihre Pläne wahr macht, und die Subvention von Euro 245.000,- (pro Jahr) auf Euro 113.000,- kürzt und davon noch Euro 60.000,- für die Hausmiete direkt an die gemeindeeigene Gesiba überweist, dann bleiben für das gesamte Jahr Euro 53.000,- für Energiekosten, Telefon, Projektkosten etc. und für die Gehälter von 4 Angestellten (!). Das ist natürlich nicht machbar! Damit steht das Amerlinghaus vor dem AUS.
Der verein exil, Träger der exil-literaturpreise und der edition exil und zahlreicher interkultureller Projekte hat sein Büro seit 1988 im Amerlinghaus und führt den größten Teil seiner jährlich etwa 120 Veranstaltungen im Amerlinghaus durch. Ein Aus für das Amerlinghaus wäre auch ein Aus für den verein exil und seine Aktivitäten wie: exil-literaturpreise, holocaust-education-workshops für schulklassen, romafeste, lesungen, exil-autorInnenwerkstatt, edition exil, roma.klang.theater.exil etc... etc...
Wir ersuchen Sie daher dringend die geplanten Kürzungen zurückzunehmen und dem Amerlinghaus für seine so wertvolle Stadtteilarbeit (50 Vereine leisten ganzjährig im Amerlinghaus wichtige Basiskulturarbeit!) zumindest eine Subvention in gleicher Höhe wie im Vorjahr zukommen zu lassen, damit die Weiterarbeit gesichert ist!

Christa Stippinger
Obfrau
verein exil


Grazer Autorinnen Autorenversammlung

Sehr geehrter Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl,
sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Maga Maria Vassilakou,
sehr geehrter Herr Stadtrat Christian Oxonitsch!

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung dankt herzlich für die Antworten betreffend das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus. Wir freuen uns, dass wir hieraus entnehmen konnten, dass der Fortbestand des Kulturzentrums auch von Seiten der Stadt Wien als wichtig erachtet wird und eine Sicherstellung der Grundkosten garantiert werden soll.

Umso mehr beunruhigt und bestürzt uns nun die Information, dass nur ein Teil der hiezu nötigen Subvention bewilligt wurde und eine weitere auch nicht fix zugesagt wurde.
Wir möchten in diesem Zusammenhang nochmals auf die wichtige Funktion des Hauses hinweisen und darauf, dass für Planungen und Konzeptuierungen eine längerfristige Sicherung von Miet- und Personalkosten unabdingbar sind.
Wir haben bald Mitte Mai - es ist nicht nachvollziehbar, wie Zahlungsverpflichtungen bis Jahresende geplant werden können, wenn nicht klar ist, ob und wann Förderungsgelder eintreffen.

Wir fordern also mit großer Dringlichkeit, dass die ausreichende Subventionierung sichergestellt wird.
An dieser Stelle sei auch betont, wie sehr gerade ein Kulturzentrum, dessen Programm vielfältig und vielschichtig und unter Einbeziehung verschiedenster gesellschaftlicher Impulse entsteht, das kulturelle Leben Wiens bereichert und mitgestaltet. In diesem Zusammenhang ist auch die Niederschwelligkeit des Hauses und der darin stattfindenden Veranstaltungen und Begegnungen von großer Bedeutung.

Mit den besten Grüßen und in Erwartung hoffentlich positiver Entscheidungen,

Grazer Autorinnen Autorenversammlung
Beschlusskomitee
Petra Ganglbauer, Doron Rabinovici, Erika Kronabitter


Kunst-, Literaturprojekte - EYE Literatur der Wenigerheiten

Bitte, lasst das Amerlinghaus nicht untergehen, ein Zentrum, offenes Haus der Wenigerheiten, wie Ceija Stojka den Begriff prägte statt Minderheiten: Sie hat hier viele Jahre mit Kindern und Jugendlichen gemalt und als Zeitzeugin. Richard Weihs, der großartige Kabarettist, wie auch Christian Qualtinger und viele Kunstaktivisten waren hier tätig, ja sogar ich als Maler. Es wäre sehr schade, wenn diese Institution der Menschlichkeit verloren ginge.
Alles Gute meinem Wien, geb. 18.6. 41. und dazu gehört mir auch das Amerlinghaus!

Gerald Kurdoglu Nitsche
Kunst-, Literaturprojekte
EYE Literatur der Wenigerheiten
Atelier im Kårrnerwaldele


IG Kultur Wien

Amerlinghaus fördern statt zerstören: IG Kultur Wien fordert die sofortige Rücknahme der Kürzungen!

Die IG Kultur Wien fordert von der rot-grünen Stadtregierung die sofortigen Rücknahme der existenzzerstörenden Subventionskürzungen durch die MA 13. Es braucht endlich eine klare Zusicherung von ausreichenden finanziellen Mitteln für den Jahresbetrieb des Kulturzentrums im Amerlinghaus! Die überfallsartige Kürzung von € 245.000 auf € 113.000 Euro für das Jahr 2014, die bei der Gemeinderatssitzung am 29. April beschlossen werden soll, ist ein offener Schlag der Stadt Wien gegen die 60 Gruppen und einen weiten Kreis an NutzerInnen des Hauses.
Das Amerlinghaus ist ein unverzichtbarer Teil der Wiener Stadtkultur. Ein Zerstören der aktuellen Struktur macht es vielen Gruppen, die auf das Zentrum als Kommunikationsraum und Ressource angewiesen sind, unmöglich, weiter ihrer Arbeit nachzugehen. Zudem würden vier MitarbeiterInnen ihren Job verlieren.
Damit jedoch nicht genug: 60.000 Euro der Subvention sollen als Miete an die fast vollständig im Eigentum der Stadt Wien stehenden GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- u BauAG) gleich vorab abgezogen und direkt von der Stadt an die GESIBA überwiesen werden. Die IG Kultur Wien protestiert aufs Schärfste gegen dieses Vorgehen. Wir fragen daher: Wessen Interessen werden durch eine derartige Praktik durch die Stadt bedient?
Dass sich mit dem bleibenden Rumpfbudget von 53.000 Euro für 2014 der laufende Betrieb nicht aufrechterhalten lässt, ist offensichtlich. Wir können daraus nur schließen, dass die betriebliche Lähmung des Kulturzentrum Amerlinghaus von der Stadt Wien gewollt ist.
„Anstatt dem massiven Bedarf an Raum nachzukommen, soll nun einer der wenigen Orte, an denen kostenfreie und unbürokratische Nutzung möglich ist, zerstört werden“, so Willi Hejda vom Vorstand der IG Kultur Wien. „Mit der Zerschlagung des Amerlinghauses zeigt die Stadt Wien, dass sie, anstatt unabhängige soziale, künstlerische und kulturelle Örtlichkeiten zu fördern, diese kontrollieren oder gar verunmöglichen möchte.“
Nach der drohenden Schließung der Wiener Kunstschule ist mit dem Kulturzentrum Amerlinghaus nun ein weiteres langgedientes Projekt, das in die Ressortkompetenz des Stadtrates Oxonitsch fällt, in seiner Existenz bedroht. Orte und Initiativen, die nicht dem normierten Bild der Wiener SPÖ entsprechen und sich nicht kapitalorenitiert verwerten wollen, sollen nun zugesperrt werden. Dieser neoliberalen Kulturpolitik stellen wir uns mit aller notwenigen Schärfe entgegen.


KosmosTheater

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Häupl, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou, sehr geehrter Herr Stadtrat Oxonitsch,

wir sind schockiert über die Vorgangsweise gegenüber dem Amerlinghaus als eine der wenigen existierenden niederschwelligen, partizipativen Institutionen!
Im blauen Online-Medium Wien-Heute wird das Amerlinghaus als „linksextremistisches Projekt“, bezeichnet, das „extreme linkspolitische Hetze betreibt, die sich gegen alle staatlichen Normen richtet“ und dem “endlich“ die Subvention gekürzt wird!
Wir fragen Sie, welche Inhalte Sie einem H.C. Strache entgegensetzen wollen, wenn Sie sich nicht geschlossen hinter Projekte zu stellen, die mit geringen Mitteln unendlich viel für die Stadt und ihre Diversifikation geleistet haben und leisten.
Wir ersuchen Sie dringend, die Subventionskürzung zurückzunehmen und die in keiner Wiese extreme, vielmehr für Wien extrem wichtige Institution mit ausreichender Förderung auszustatten!

Mit freundlichen Grüßen

Mag.a Barbara Klein
Intendantin
KosmosTheater


Verein Multikulturelles Netzwerk

Wir (der Verein Multikulturelles Netzwerk) nutzen das Amerlinghaus für mehrere Projekte einerseits auf EU Ebene (Wir hatten dort z.B. die Abschlusspräsentation unseres Projekts JUMIGG), wobei andrerseits auch auf interner Ebene für die Abhaltung von Klausuren, Seminaren, und, und das ist vielleicht sogar der wichtigste Punkt: es ist gut zu wissen, dass es so einen offenen, nicht-kommerziellen Raum gibt für Jugendliche, die ein Projekt starten wollen, aber noch nicht die notwendigen finanziellen Ressourcen dafür haben.

Das wir da in Wien im internationalen Vergleich einen sehr guten Stand haben, ist mir bewusst, und wurde mir klar beim letzten EU Meeting zum Thema "Bridge the Gap", das wir im Amerlinghaus abgehalten haben, wo wir auch den Raum an sich thematisiert haben und die Menschen aus den anderen EU-Ländern, mir bestätigt haben, sie würden sich auch so einen Raum für sozial engagierte Projekte wünschen.

Von daher wollte ich zuerst euch (der MA 13) ein mal danken, dass ihr schon so lange Jahre den Verein Amerlinghaus unterstützt, denn es ist wirklich großartig so einen Raum zur Verfügung zu haben und zweitens, wollte ich euch bitten, den Verein Amerlinghaus weiterhin zu unterstützen, denn er leistet wertvolle Arbeit, und trägt dazu bei, wofür Wien mittlerweile in der EU bekannt ist: eine sozial engagierte Stadt zu sein.

Danke!
mit besten Grüßen aus der Neustiftgasse,
Mag. Hartwig Imlinger
Verein Multikulturelles Netzwerk
Pädagogischer Leiter


Maria Rösslhumer / Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Stadtrat!

Als Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, aber auch als Privatperson und Kulturgenießerin des Amerlinghauses möchte ich mein Entsetzen über die massive Kürzung der Subvention für das Kulturzentrum im Amerlinghaus, die im Gemeinderat am 29. 04. beschlossen werden soll hiermit zu Ausdruck bringen. Kultur ist eines der wichtigsten Elemente und Güter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens und trägt zu Frieden und bessere Kommunikation bei, daher schließe ich mich dem Protest an und hoffe sehr, dass Sie ihre Entscheidung überdenken und rückgängig machen.
Nach einem grundsätzlichen Bekenntnis der Gemeinde zum Zentrum im letzten Jahr und der Zusicherung, die Grundkosten zu finanzieren, soll nun eine Kürzung der Subvention um mehr als die Hälfte auf 113.000,- Euro vorgenommen werden. Davon sollen 60.000,- Euro direkt von der MA13 an die Gesiba gezahlt werden.
Dem Kulturzentrum blieben dann rund 4.500,- Euro pro Monat. Damit ist es unmöglich, die Infrastruktur und den für den Betrieb des Zentrums nötigen, bereits auf ein Minimum reduzierten, Grundstock an Mitarbeiter_innen zu erhalten, das Zentrum im Amerlinghaus wird damit komplett zerschlagen.
Rund 60 Gruppen und ein weiter Kreis an Nutzer_innen wären von einem Wegfall des Kulturzentrums als Kommunikationsraum und Ressource betroffen.
Ich spreche mich entschieden gegen die Zerschlagung des Kulturzentrums Amerlings aus und schließe mich dem Widerstand an.
Ich fordere Sie auf, das Zentrum mit der für das schuldenfreie Arbeiten und Planungssicherheit notwendigen Subvention auszustatten, mit der auch der für den Weiterbestand des für Wien wichtigen Zentrums nötige Grundstock an Mitarbeiter_innen erhalten werden kann.

Ich ersuche Sie, mich über die weiteren Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im Voraus für Ihre Antwort
Maria Rösslhumer


Verein Ute Bock

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Stadtrat!

Vorneweg: Sie gefährdend mit Ihren Kürzungen das Bildungsprojekt des Verein Ute Bock massiv. Momentan können wir über 300 Flüchtlingen jährlich einen kostenlosen Deutschkurs mit einer abschließenden ÖSD Prüfung anbieten, dieses Angebot würde sich ohne die freien Räumlichkeiten im Amerlinghaus um rund die Hälfte reduzieren. (Auf Nachfrage kann ich Ihnen gerne detaillierte Informationen zukommen lassen).

Ich bin entsetzt von der völlig überraschenden, massiven Kürzung der Subvention für das Kulturzentrum im Amerlinghaus, die im Gemeinderat am 29. 04. beschlossen werden soll. Nach einem grundsätzlichen Bekenntnis der Gemeinde zum Zentrum im letzten Jahr und der Zusicherung, die Grundkosten zu finanzieren, soll nun eine Kürzung der Subvention um mehr als die Hälfte auf 113.000,- Euro vorgenommen werden. Davon sollen 60.000,- Euro direkt von der MA13 an die Gesiba gezahlt werden.
Dem Kulturzentrum blieben dann rund 4.500,- Euro pro Monat. Damit ist es unmöglich, die Infrastruktur und den für den Betrieb des Zentrums nötigen, bereits auf ein Minimum reduzierten, Grundstock an Mitarbeiter_innen zu erhalten, das Zentrum im Amerlinghaus wird damit komplett zerschlagen.
Rund 60 Gruppen und ein weiter Kreis an Nutzer_innen wären von einem Wegfall des Kulturzentrums als Kommunikationsraum und Ressource betroffen.

Ich möchte Ihnen hiermit deutlich zum Ausdruck bringen, dass für mich eine Zerschlagung des Kulturzentrums im Amerlinghaus nicht in Frage kommt. Jeder Versuch, das Projekt Kulturzentrum im Amerlinghaus zu zerstören, wird auf meinen Widerstand stoßen.
Ich fordere Sie auf, das Zentrum mit der für das schuldenfreie Arbeiten und Planungssicherheit notwendigen Subvention auszustatten, mit der auch der für den Weiterbestand des für Wien wichtigen Zentrums nötige Grundstock an Mitarbeiter_innen erhalten werden kann.

Ich ersuche Sie, mich über alle Schritte zu informieren, die Sie in dieser Angelegenheit setzen.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im Voraus für Ihre Antwort!
Emanuel Hinterbauer
Verein Ute Bock


Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Herren Stadträte,

Mit großen Entsetzen höre ich, dass Sie dem Amerlinghaus die Suvbvention berdrohlich kürzen wollen.
Es ist ein weiteres Zeichen bodenloser Ignoranz gegenüber der tatsächlichen Zusammensetzung der Wiener Bevölkerung und damit ein unendlich peinliches Maß für die Enge Ihres Horizonts, wenn Sie in einer Stadt, die gemessen an ihrer Größe kaum interkulturelle Zentren und Begegnungsorte (jenseits der Jugendzentren) aufweisen kann, einen der ältesten, verdientesten und wichtigsten Ort der Begegnung und des gemeinsamen Arbeitens und Lernens und Kulturproduzierens von Roma und Gadsche, Eingewanderten und Altansässigen, arrivierten KünstlerInnen und jungen Talenten bedrohen.

Die Kollateralschäden werden die SteuerzahlerInnen um etliches mehr kosten als die Subvention, die sie einsparen.
(Zum Beispiel kann ich Ihnen versichern, dass ganze Generationen von schulabbrechenden Burschen nur deshalb nicht auf die schiefe Bahn geraten sind, weil das Amerlinghaus einen Ort geboten hat, an dem sie Tanzen und Akrobatik proben konnten und nebenbei auch noch Hausaufgabenhilfe erhielten.
Sollte das Amerlinghaus geschlossen werden, können Sie rechnen, dass circa 10 junge Burschen mehr jährlich kriminell werden und sagen wir je einen 6 monatigen Gefängnisaufenthalt kosten werden. Bei hundert Euro Haftkosten am Tag, macht das 180.000 Euro zusätzliche Kosten für die Steuerzahler,
die eine Schließung des Amerlinghauses nur in dieser Hinsicht bewirken würde....)

Ohne das Amerlinghaus hätte nicht Frau Prof. Ceija Stojka Generationen von Jugendlichen aus ihrer KZ-Zeit erzählt.
Sie können also auch mit einem Anstieg des Rechtsextremismus rechnen.
Was das genau kostet, kann ich Ihnen nicht in Euro ausrechnen, aber Hass in der Stadt kostet Lebensqualität, daher hat das Amerlinghaus als Ort der interkulturellen Begegenung unendlich viel zur Lebensqualität hier beigetragen.
Leute, die vielleicht FPÖ-WählerInnen geworden wären, sind hier in jungen Jahren im Amerlinghaus für immer von diesem Irrtum geheilt worden.
Wer weiß wieviele Stimmen die SPö und die Grünen dem Amerlinghaus verdanken?

Ohne das Amerlinghaus wären Dimitré Dinev, Seher Cakir, Julia Rabinovic und Ibrahim Amir vielleicht nie entdeckt worden.
Selbst, wenn Sie persönlich vielleicht keine Gegenwartsliteratur brauchen, kann ich Ihnen versichern, dass die Menschen, die hungrig auf gute Bücher sind, viel zu lange auf diese "Tschuschenliteratur" warten musste. Jetzt gibt es sie, sie macht Furore, wird gelesen und auf den Theatern gespielt, aber den wichtigsten Ort des Empowerments für schreibende ImmigrantInnen wollen Sie zusperren?

Unzählige politische und kulturelle Initiativen haben hier niederschwellig und billig bis umsonst offene Türen für Treffen, Proben, Selbsthilfegruppen, Empowermentzirkel gefunden.
Für alle, die sich treffen wollen und die schon zu alt fürs Jugendzentrum aber noch zu wenig senil und unterwürfig für den Pensionistenclub sind, hat das Amerlinghaus die Türen offen gehalten.

Nicht wenige erfolgreiche Musik-, Theater- und Filmprojekte haben irgendwann mit einem Treffen, ein paar Workshops, ein paar Proben im Amerlinghaus begonnen.
Gerade für die Freie Kunst- und Kulturszene, die ja sehr viel Vorarbeit leisten muss, um überhaupt eine Projektförderung zu bekommen, ist so ein offenes Haus unabdingbare Vorraussetzung um Dinge erst einmal so weit zu entwickeln, dass man dann dafür um Geld ansuchen kann.

Da ja leider die mit SPÖ-Parteigünstligen besetzten Grätzelzentren lauter tote, sterile Orte sind, in denen Kultur heißt, dass inkompetente, uninspirierte Leute in Vetternwirtschaft ihren besten Freunden eine fade Ausstellung nach der andren zuschanzen, in denen Gähn-Kultur verordnet wird und in denen nie nirgends nichts Spannendes entsteht und die unfassbar undemokratisch sind, kenne ich nur zwei wirklich lebendige interkulturelle Zentren in Wien, die tatsächlich ein breitgestreutes Programm von und mit und für die Menschen machen: die brunnenpassage und das Amerlinghaus.

Das Amerlinghaus verdient also eine 200% Erhöhung seines Budgets und in allen Grätzeln sollte es so lebendige, selbstverwaltete, angenehme, sympathische Amerlinghäuser geben.
Damit würden sie die Wählerstimmen für die FPÖ in Wien wohl um ein Drittel senken....
Aber nein: Ausgerechnet die rotgrüne Stadtregierung macht dem Amerlinghaus das Leben schwer?
Mit Verlaub, das ist schwer fahrlässig, unverantwortlich und dumm. Außerdem langfristig teuer und traurig.
Also erhöhen Sie bitte umgehend die Subvention fürs Amerlinghaus.

Mit freundlichen Grüßen

Tina Leisch


April 2012


Schulhefte

Die „Schulhefte“ sind eine pädagogische Taschenbuchreihe, die sich seit mehr als 30 Jahren um gesellschaftliche Positionen und deren Verbindung zur pädagogischen Praxis bemüht. Die AbonnentInnen und LeserInnen sind vor allem LehrerInnen aller Schultypen.
Sowohl bei der redaktionellen Arbeit zu verschiedenen Themen - die Redakteurinnen der „Schulhefte“ sind durchwegs LehrerInnen – als auch bei den Empfehlungen für konkrete Arbeit mit den SchülerInnen zu Themen wie Minderheiten, Migration, Multikulturalität, Umgang mit der Vergangenheit, ökologische und soziale Probleme u.a.m. konnten wir sehr oft auf das Angebot des Amerlinghauses zurückgreifen.

Das Kulturzentrum Spittelberg/Amerlinghaus war und ist für uns eine Bildungs- und Kultureinrichtung, deren vielfältige Angebote für engagierte LehrerInnen unverzichtbar sind. In vielen – zumeist kostenlosen - Workshop, Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen konnten sowohl LehrerInnen, vor allem aber SchülerInnen wertvolle Informationen und Erfahrungen gewinnen. Zudem konnten SchülerInnen erfahren, wie Basisdemokratie in der Praxis funktionieren kann.

In Zusammenarbeit mit Verantwortlichen des Amerlinghauses entstanden auch Nummern der „Schulhefte“ wie zum Beispiel die Nummern 105, 106 „Die Mühen der Erinnerung“, die Nummer 114 „Migration, Rassismus, Zweisprachigkeit“ oder die Nummer 115 „Roma uns Sinti“.
Da die HerausgeberInnen der „Schulhefte“ unentgeltlich arbeiten, war es für sie immer ein sehr große Hilfe, für Vorträge kostenlose Veranstaltungsräume im Amerlinghaus zu finden.
Aus all diesen Gründen hoffen wir, dass die Finanzierung einer so wertvollen Einrichtung auch in Zukunft gewährleistet ist.
Wir danken den Verantwortlichen des Amerlinghauses und wünschen ihnen weiterhin viel Kraft für ihr Engagement!

Für die HerausgeberInnen der „Schulhefte“
Erich Ribolits, Michael Sertl, Grete Anzengruber, Karl-Heinz Walter, Elke Renner