
Es ist europaweit das gleiche Spiel: Das Beschwören der „faschistischen Gefahr“ ist die letzte Identität der fragmentierten sog. Linken. Dafür macht man sich in Frankreich mit einer Volksfront gegen Le Pen zum Rettungsanker für Macron, reiht sich in Deutschland in die rot-grünen Regierungsdemonstrationen gegen die AFD-Konkurrenz ein und hat auch in Österreich mit jedem Sozialräuber und Kriegshetzer Nachsicht, wenn er sich nur gegen die FPÖ ausspricht.
Eine Linke, die früher einmal angetreten war, „den Himmel zu erobern“ und die in ihrem radikalen Kern die Notwendigkeit der Emanzipation des Menschen von der Warenform verstand, verteidigt jetzt die bürgerliche Demokratie, die Pluralität der Warenform, ja den Staat des Kapitals.
Statt auf den Klassenkampf zu orientieren, wird die „soziale Frage“ als Sozialstaatsfrage den rechten Demagogen überlassen.
Statt klarer Frontstellung gegen das imperialistische Kriegssystem, wird mit einem kriegsunterstützenden Lavieren die „Friedensfrage“ den rechten Demagogen überlassen.
So domestiziert sich die „radikale Linke“ nicht nur selbst, sondern befördert sogar die rechten Erfolge.
Ja selbst beim Thema „innere Sicherheit“, dem letzten Schlager aller bürgerlichen Parteien, die keine sozialen Wahlkampfgeschenke mehr verteilen können, fordern AntifaschistiInnen eine „wehrhafte Demokratie“ und staatliche Repressionen gegen Rechts. Damit ist diese Linke endgültig zum Spielball der bürgerlichen Politik geworden, die das radikalisierte politische Rechts-Links-Theater zum integralen Bestandteil des Erhalts der kapitalistischen Klassenherrschaft gemacht hat.
Während der progressive Zauber der bürgerlichen Herrschaft nur noch von seinen linken Ideologen propagiert wird, hat das im Krisenmodus befindliche, historisch überholte kapitalistische System schon längst alle Methoden der Manipulation und Repression verinnerlicht und ist auf Kriegskurs.
Ob von seinen heutigen ProtagonistInnen gewollt oder nicht, das antimarxistische evolutionistische Etappenmodell der revisionistischen Sozialdemokratie, das von der stalinistischen Konterrevolution in der kommunistischen Bewegung verbreitet wurde, ist die theoretische Grundlage des Antifaschismus. Mit dieser Theorie wurde historisch der proletarische Klassenkampf durch das bürgerliche Bündnis ersetzt, von der Niederlage der chinesischen Revolution 1927 bis zur Rekonstruktion der kapitalistischen Herrschaft 1945.
Eine antagonistische Position gegen das kapitalistische System der Krisen und Kriege, das die Menschheit an den Abgrund geführt hat, erfordert die konsequente Aneignung des kommunistischen Programms.
Kommt zu unserer Veranstaltung und diskutiert mit uns:
Veranstaltet von der IKP, internationale kommunistische Partei