
„Fame d’aria“ (italienisch für „Hunger nach Luft“) entsteht aus dem Bedürfnis, sich wieder mit dem eigenen Körper zu verbinden, den wir so oft nur als Werkzeug betrachten, der jedoch ein untrennbarer Teil dessen ist, wer wir sind. In der Medizin beschreibt „Hunger nach Luft“ einen Zustand, in dem man nicht atmen kann, wie der Moment in einer Achterbahn, in dem man ins Leere stürzt und es einfach unmöglich ist, Luft in die Lunge zu bekommen. Dieses 2019 begonnene und immer noch laufende Fotoprojekt ist eine Sammlung von Geschichten von Menschen, die es satt haben, sich als Opfer zu fühlen, die in ihren eigenen Körpern gefangen sind, und beschlossen haben, durch sie zu sprechen. Es ist eine Sammlung von Zeugnissen über Kämpfe, die gegen uns geführt wurden, gegen blutende Körper, gegen Hungerstreiks und Essstörungen als verzweifelter Schrei gegen eine Gesellschaft, die uns zerreißt, die von uns verlangt, wer wir nicht sein wollen, wer wir können nicht sein und wer wir niemals sein sollten – perfekt, ohne Risse, ohne blaue Flecken.
Elia beschreibt sich selbst als einen Mann, der Männer und ihre Gefühle erforscht, der in seiner Freizeit Körper fotografiert und sich in Details und Flohmärkten verliert. Er sagt, er sei hungrig nach Luft. Elia konzentrierte sich auf die emotionalen und performativen Aspekte von Männlichkeiten und beschloss, seine akademischen Erkenntnisse mit seiner Leidenschaft für die Fotografie zu verbinden. Durch seine Linse fängt er das empfindliche Zusammenspiel von Verletzlichkeit und Stärke ein und lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie wir uns der Welt präsentieren.
Öffnungszeiten Fr 11. Okt, Sa 12. Okt, So 13. Okt jeweils 18:30 – 22:00