
In der Ausstellung „Gewalt drinnen / Gewalt draußen“ laden wir dazu ein, unterschiedliche Facetten von Gewalt und den Widerstand dagegen zu betrachten. Künstler:innen thematisieren in ihren Werken Gewalt gegen Frauen, Kinder, Arbeiter, Flüchtlinge, LGBTI+ Menschen, die Natur und Tiere. Besonders herausragend sind dabei die Beiträge von inhaftierten Schriftsteller:innen, Dichter:innen und Illustrator:innen, die uns trotz erschwerter Bedingungen und Zensur erreicht haben. Diese Werke bringen die Stimmen aus dem Inneren von Gefängnissen in die Öffentlichkeit und machen die Unterdrückung, der sie ausgesetzt sind, sichtbar.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Fotoauswahl von 22 renommierten Fotograf:innen, die in ihrer Arbeit Gewalt und Widerstand dokumentieren.
In den Bildern und Texten dieser Ausstellung finden sich offene und verschlüsselte Metaphern, die Gewalt und die Gegenwehr auf vielschichtige Weise darstellen.
Die Ausstellung lässt die Schreie der Natur hörbar werden – von abgeholzten und verbrannten Wäldern, vom Aussterben bedrohter Tiere, von vergifteten Flüssen und ausgetrockneten Seen. Sie zeigt Menschen, die sich gegen die ökologische Zerstörung und die Ausbeutung durch den Kapitalismus auflehnen.
Darüber hinaus werden die Stimmen jener hörbar, die für ihre Identität kämpfen, für ihre Rechte unterdrückt und eingesperrt werden. Arbeiter:innen, die sich gegen Ausbeutung und tödliche Arbeitsbedingungen wehren, kommen ebenso zu Wort wie Migrant:innen, Geflüchtete und Asylbewerber, die auf der Suche nach einem besseren Leben Gewalt, Rassismus, Ausbeutung und sogar den Tod erfahren.
Diese Ausstellung erhebt sich gegen das Schweigen und gegen jene, die aus Profitgier oder politischer Opportunität Gewalt tolerieren oder verschleiern. Es ist ein Ruf nach Solidarität und eine Erinnerung daran, dass Widerstand gegen Ungerechtigkeit notwendig ist – auch wenn er in einem System, das oft auf das Schweigen der Unterdrückten angewiesen ist, kaum Gehör findet.
Im Namen des Görülmüştür-Kollektivs und der redfotoğraf-Gruppe:
Adil Okay, Özcan Yaman
Ausstellende Künstler:innen
Inhaftierte:
Ahmet Bilge, Ayhan Bozkaya, Aynur Epli, Barış İnan, Beritan Anahtar, Cemal Bozkurt, Cenan Genç, Cengiz Sinan Çelik, Cihan Kırsız, Erol Zavar, Haydar Bayar, Hasan Şahingöz, Hüseyin Yıldırım, Gülazer Akın, Kemal Ayhan, Ferhan Mordeni̇z, Necip Baysal, Mehmet Karaman, Menaf Osman, M. Enes Tunç, Mahmut Ulusan, Mehmet Boğatekin, Melih Gürler, Resul Kocatürk, Ömer Özdurak, Tayyar Eroğlu, Sami Özbil, Serdar Driver, Sona Mengütay, İbrahim Şahin, İlhan Sami Çomak, Zeynep Avcı, Zuhal Driver.
Fotograf:innen:
Adil Okay, Arif Kılıç, Atilla Atala, Ayin Öztürk, Derya Narlı, Edip Yeşil, Faruk Bilal, Gülseren Akdoğan, Habip Koçak, Hakan Ottaş, Halil Doğan, Köksal Şahin, Mehmet Özer, Metin Ekinci, Özcan Yaman, Tamer Arda Erşin, Tayfun Kesik, Tülin Şahin Okay, Ümit Kıvanç, Yağız Esen, Yüksel Uygun.
organisiert von: Kunst- und Kulturverein DReng, Görülmüştür-Kollektivs und redfotoğraf-Gruppe
gefördert von: Stadt Wien/ Kultur