Lesung

FR, 15.10.2021 18:30 Uhr

Im Pamir

mit Priska Seisenbacher

Die Lebenswelten von Frauen des Pamir-Hochgebirges in Afghanistan und Tadschikistan sind es, in die Priska Seisenbacher seltene Einblicke gewährt. Die Aufnahmen zeugen von der Intimität der Begegnungen, welche die Fotografin und Autorin als allein reisende Frau in der Hochgebirgswelt erleben durfte.

Das Leben der portraitierten Frauen wird durch die Unwirtlichkeit des Gebirges und durch Landesgrenzen bestimmt. Während sich die junge Manizha in Tadschikistan auf ihr bevorstehendes Studium freut und gemeinsam mit ihrer Mutter ein Gästehaus bei der Heilquelle Bibi Fatima betreut, ist der Handlungsspielraum der afghanischen Kirgisinnen wesentlich geringer: Arrangierte Ehen, eine hohe Kindersterblichkeit und harte körperliche Arbeit gehören zum Leben in den entlegenen Jurtensiedlungen in Afghanistan.

Davon und darüber hinaus erzählt die Autorin und Fotografin in ihrem Lese-Bildband von physischen und psychischen Grenzgängen sowie von politischen und kulturellen Zusammenhängen, die das Leben der Menschen im Pamir bestimmen.

Musikalischer Beitrag: Ümüt Muratbekova (Kirgistan)

Im Pamir. Vom besonderen Leben in einer entlegenen Welt. Priska Seisenbacher bereist allein das Hochgebirge in Afghanistan, China, Kirgistan und Tadschikistan.

Priska Seisenbacher, 1990 geboren, lebt und arbeitet in Wien. Als Fotografin und Autorin liegen ihre Schwerpunkte auf Iran, Zentralasien und der Seidenstraße. Der Pamir hat sie so fasziniert, dass sie seit 2016 regelmäßig dorthin zurückkehrt. Für ihr Portfolio über Afghanistans Wakhan gewann sie 2017 den Timothy Allen Scholarship Award im Rahmen des Xposure International Photography Festivals.

Eintritt 12 Euro.