….Und jenseits dieser Fragen taten sich Probleme auf, Fragen aus der Magie, in der jeder leidenschaftlich lebte wie in der Welt der Stofflichkeit. Unten drängten sich Verehrer, Anhänger des Kultes des Erhaschens, die Wundergeschichten verbreiteten. Täglich wurden Kranke, Moribunde, Sterbende zur Rättin gebracht. Und wenn ihr Kollege Akbars Blick auf diese Kreaturen fiel, dann war sofortige Heilung das unweigerliche Ergebnis. Es war wichtig, nicht gegen die Gesetze der Magie zu verstoßen. Wenn man von einer Frau verlassen wurde, dann deshalb, weil man sie nicht mit dem richtigen Zauber umgarnt hatte, weil jemand anders einen stärkeren Zauberspruch kannte oder weil die Ehe unter einem derart starken Fluch stand, dass dieser das Band der Liebe zerschnitt. Warum war der und die erfolgreich, nicht aber so und so? Weil er/sie den richtigen Zauber kannte.
Der Herrscher wandte sich auch gegen Gott, weil dessen Existenz den Menschen um das Recht brachte, ethische Regeln zu schaffen. Magie war! Überall und konnte nicht abgestritten werden. Religion ließ sich überdenken, vielleicht sogar abschaffen. War die Anwesenheit des Fremdlings ein Segen oder Fluch? War Fremdheit etwas, das man als belebende Kraft begrüßen sollte oder verfälscht sie Wesentliches, provozierte sie einen Verfallsprozess, der mit einem entfremdeten nicht authentischen Tod endete?
Rechtsschlumpfmarsch! Schlümpft um! Im Gleichschritt Schlumpf. Schlümpf zwo drei vier,
Schlümpf zwo drei vier, Schlümpf!
Der Text bezieht sich auf das Buch DIE RÄTTIN von Günter Grass, Luchterhand 1986.