Solange wir selbstbestimmt sind und alles gut läuft, passieren die Dinge so wie wir uns sie wünschen. Was aber, wenn wir nicht mehr klar im Kopf sind oder unsere Bedürfnisse nicht mehr artikulieren können? Was ist dann? Wie können wir trotzdem gut für uns sorgen?
Rund 4% der Erwachsenen in Österreich nutzen das Vorsorgeinstrument der Patientenverfügung um sich selbst zu achten und ihre Liebsten in ethisch schwierigen Entscheidungen zu stärken. Viele planen eine zu verfassen und erledigen es nicht. Liebevoll und mit Bedacht wenden wir uns – alle gemeinsam und Jede_r für sich – jenen Fragen zu, wie wir in Momenten höchster Vulnerabilität selbstbestimmt bleiben. Eine Patient_innenverfügung kann Klarheit für Entscheidungen bringen, die in unserem Namen gemacht werden, wenn wir gerade nicht (mehr) für uns sprechen können.
Diesen Termin begleitet Palliativmediziner Dr. Doppelreiter.
Um dem nachzugehen, finden regelmäßig offene Treffen statt, zu denen wir alle Interessierten einladen, mit uns darüber zu diskutieren, sich einzubringen, und als Expertin und Experte für die eigenen Anliegen miteinander in Austausch zu treten.
Wir wollen uns damit auseinandersetzen, was es in der Gesellschaft, in der Stadt, im Grätzl – und auch im Kulturzentrum – braucht, damit Menschen aller Altersgruppen das Recht auf die Mitgestaltung gesellschaftlicher Entwicklungen verwirklichen können.