Wilhelm Reich suchte in den 1940er Jahren Kontakt zu Albert Einstein, um seine Entdeckungen betreffend der Orgonenergie zu diskutieren. Es ging unter anderem um die Frage, ob der Orgonakkumulator in seinem Inneren sozusagen „aus dem klassisch-physikalischen Nichts“ heraus eine höhere Temperatur entwickle als die Umgebungstemperatur oder nicht.
Die Geschichte lehrt uns, dass der Kontakt zwischen den beiden für Reich sehr unbefriedigend abbrach, Einstein sich zurückzog und Reichs weiter Kontaktaufnahmeversuche zuletzt nur noch von einem Assistenten Einsteins anders erklärt wurden, ohne auf Reichs Argumente eingegangen zu sein.
Was wäre gewesen, hätte sich Wilhelm Reich mit der herausragenden Theorie der Quantenphysik eingehender beschäftigt? Wenn er mit deren damalige Vertreter wie Erwin Schrödigner, Werner Heisenberg, Nils Bohr oder Richard Feynman Kontakt aufgenommen hätte? Hätte das seine Forschungen inspirieren können?
Der Vortrag soll ausgehend von der Kopenhagener Deutung und Interpretation Ulrich Warnkes eine Brücke zwischen den quantitativ orientierten Orgon-Arbeiten Wilhelm Reichs und den qualitativen Aspekten der Quantenphilosophie schlagen. Auf diesem Wege ergeben sich quer-denkend – erstaunliche Verbindungen, die spekulative, jedoch auch schlüssige Denkmodelle unterstützen.
Referent: Mag.Dr.phil. Günter Hebenstreit, ist langjähriges Mitglied und ehemaliger Leiter des Wilhelm Reich Instituts Wien und freier Praxis als klinischer Psychologe und in der Hochschullehre mit verschiedenen Lehraufträgen tätig.