
Persönliche Lebenserfahrungen und Erinnerungen sind wesentlich dafür, wie wir uns in der Welt, in der Gesellschaft, in Beziehung zu anderen verorten.
Vieles wirkt auf unsere Lebensumstände. Orte, Personen, Überzeugungen, „Glaubenssätze“, Bindungen. Dann gibt es politische Entwicklungen, Veränderungen unserer Umwelt, Hoffnungen, Bewegungen, Reisen … auch Sackgassen und Enttäuschungen, eine Pandemie und Bedrohungen. Und nicht zuletzt hatten wir unterschiedliche Voraussetzungen je nach Herkunft!
Im Austausch biografischer Geschichten können wir Gemeinsames finden und auch Unterschiedliches, unser Wissen über unsere Fähigkeiten und Ressourcen stärken, neue Erkenntnisse und Perspektiven gewinnen – manchmal auch aus Momenten des Scheiterns, aus Brüchen, Widersprüchen und Grenzen in unserer bisherigen Lebensgestaltung.
Was hat uns geprägt? Was konnten wir uns aneignen, erobern? Was wurde uns geschenkt, was haben wir uns erarbeitet? Woran sind wir gescheitert? Wodurch sind wir gescheiter geworden? Womöglich sogar „reifer“?
Ändert sich unser Umgang mit der Welt und ihre Aneignung im Alter?
Was erscheint uns jetzt im Abstand von Bedeutung, was entbehrlich – und letztendlich: wie haben wir unsere Geschichten im Lauf der Zeit geändert? Und warum?
Unsere Biografie-Arbeit soll weder Selbstbespiegelung sein, noch soll sie immer todernst gestaltet sein. Wir befassen uns mit unseren Biografien, um gesellschaftliche Entwicklungen anhand unserer Erfahrungen genauer anzuschauen.
Bei unserem ersten Treffen wollen wir verschiedene Methoden der Biografiearbeit und mögliche Schwerpunktsetzungen besprechen.
Eine Kooperation mit: entschleunigung und orientierung. institut für alterskompetenzen http://www.alterskompetenzen.info